Hygiene-Empfehlungen für Gruppenwanderungen

Am 3. April fallen die meisten Corona-Regeln. Es gilt dann nur noch ein Basisschutz in bestimmten Bereichen – zum Beispiel Krankenhäusern, Arztpraxen etc. Eigenverantwortung und Solidarität mit gefährdeten Menschen sind gefragt, vor allem angesichts der immer noch sehr hohen Infektionszahlen. Wir raten unseren Mitglieder deshalb, weiterhin eine Maske in Innenräumen und in Gegenwart von Menschen aus Risikogruppen zu tragen, etwa beim Einkaufen oder in anderen öffentlichen Bereichen, sowie Abstände einzuhalten.

Für Gruppenwanderungen haben wir eine Liste von Hygiene-Empfehlungen zusammengestellt, deren Einhaltung wir allen Ortsgruppen ans Herz legen.

Bleiben Sie gesund!

Mundartfestival 2022 – Vorverkauf gestartet

„Hätt I bloß mei Gosch ghalte“ – besser nicht. Denn dann gäbe es kein Mundartfestival in der Stuttgarter Liederhalle. Am 22. April ab 19 Uhr spielen für Sie der Liedermacher Dieter Huthmacher und Autor Anton Hunger.

Dieter Huthmacher, 1947 in Pforzheim geboren, ist eigentlich Grafiker und Karikaturist. Seit 1970 tritt er zudem als Liedermacher, Texter und Kabarettist eigener Programme auf. Mit seinem ersten Mundart-Soloprogramm trat er zum ersten Mal im Jahr 2000 vor das schwäbische Publikum. Seitdem ist er mit etlichen Mundart-Preisen, unter anderem dem Sebastian Blau-Preis, ausgezeichnet worden.

Anton Hunger, geboren1948 in Cham (Bayern), war über viele Jahre Journalist unter anderem bei der Stuttgarter Zeitung. Von 1992 bis 2009 leitete er die Unternehmenskommunikation bei Porsche in Stuttgart. Er ist Mitgesellschafter beim Wirtschaftsmagazin „brand eins“, Kuratoriumsmitglied der Zeitenspiegel Reportageschule und ständiger Kolumnist beim „Medium Magazin“. Mit seiner „Gebrauchsanweisung für Schwaben, die 2015 erschienen ist, machte er sich nicht nur im Ländle einen Namen.

Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für das Mundartfestival und erleben Sie diese beiden Hochkaräter live. Die Karte kostet 15 Euro; Schüler, Studierende und Azubis zahlen 7,50 Euro.

Kartenreservierung und Vorverkauf im Lädle des Schwäbischen Albvereins, Hospitalstraße 21b in Stuttgart, , Telefon: 0711-22585-22.

Neue Wanderführer zu Hauptwanderwegen erschienen

Der GWP Verlag hat in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein eine neue Wanderführerreihe gestartet. Aufgearbeitet werden alle zehn Hauptwanderwege des Albvereines – optimiert für die An- und Abreise mit dem ÖPNV sowie für die Nutzung mit dem Smartphone oder GPS-Gerät. Jetzt sind zwei weitere Wanderführer in der Reihe erschienen.

Schwäbische Alb Südrand-Weg (HW2)
Der Schwäbische Alb Südrand-Weg ist vornehmlich von stillen Mittelgebirgslandschaften geprägt. Er beginnt im Donauwörth im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und orientiert sich in weiten Teilen am Lauf der Donau. Das Ziel, Tuttlingen, liegt flussaufwärts. Auf 288 Kilometer führt der Weg in 19 Etappen durch Wald und Flur am Rande des Donaurieds vorbei bis zu den Hunderte Meter hohen Felsabbrüchen im oberen Donautal. Es geht durchs Lonetal und durch das Tal der Zwiefalter Ach, in Ulm kann man den höchsten Kirchturm der Welt besteigen, das Ulmer Münster.

Auch wenn der HW2 dem großen Bruder, dem Nordrand-Weg, in seiner Bekanntheit nicht nachsteht, ist er weniger frequentiert. Auf den weiten, dünn besiedelten Hochflächen und Wäldern der Alb ist Ruhe garantiert.

(Taschenbuch, 252 Seiten, 120 Fotografien, 33 topografische Karten, ISBN 978-3-948860-02-8, 18,90 €)


Frankenweg (HW8)
Der Frankenweg verläuft auf 212 Kilometern in 14 Etappen von Pforzheim bis Rothenburg ob der Tauber durch die ruhigen Wälder des Kraichgaus und des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, aber auch über die weiten, einsamen Fluren der Hohenloher Ebene und Frankens. Auf dem We liegen das UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn sowie das fränkische Rothenburg, Inbegriff mittelalterlicher Städtebaukunst in Deutschland.

Die überschaubare Länge und meist gemäßigte Anstiege sind auch für wenig geübte Wandersleute zu meistern. Der überwiegend abgelegene Streckenverlauf leitet in ländlicher Stille zu authentischen Dörfern und Menschen. Der HW8 gehört zu den gering frequentierten Hauptwanderwegen und bietet dadurch ein besonderes Naturerlebnis mit dem Charme der nördlichen Landeshälfte.

(Taschenbuch, 186 Seiten, 90 Fotografien, 26 topografische Karten, ISBN 978-3-948860-10-3, 17,90 €)

Autor Michael Gallasch erläutert in beiden Büchern den Streckenverlauf mit detaillierten Beschreibungen, Höhenprofilen, Bildtafeln und amtlichen Karten. GPS-Tracks zum Download sind selbstverständlich. Dazu kommen Empfehlungen zu Gastgebern und informative Links sowie Infos zum ÖPNV in der jeweiligen Region.


Bereits erschienen sind die Wanderführer zum HW1 (Albsteig), zum HW3 Süd und Nord (Main-Neckar-Rhein), zum HW6 (Limeswanderweg) und zum HW10 (Stromberg-Schwäbischer Wald-Weg).

Alle Wanderführer sind im Lädle und im Online-Shop des Schwäbischen Albvereins erhältlich.

Schulwettbewerb „Kommt – wir entdecken das Remstal“ ausgeschrieben

Raus in die Natur, die Welt entdecken, wandern, Tiere und Pflanzen kennenlernen: Um das „Lernen im Freien“ zu fördern, schreibt der Schwäbische Albverein regelmäßig einen Schulwanderwettbewerb aus. 2022 lautet das Motto „Kommt – wir entdecken das Remstal“. Angesprochen sind speziell alle Schulen im gesamten Remstal, dem Austragungsort des 121. Deutschen Wandertags 2022.

Eingereicht werden können Textbeiträge, Filme, Ton- oder Bilddokumentationen von Veranstaltungen im Rahmen von „Lernen im Freien“. Dazu gehören etwa Wanderungen, naturkundliche Exkursionen oder anderen Aktionen wie Besuche auf dem Bauernhof oder beim Imker. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schirmherrin des Wanderwettbewerbs ist die baden-württembergische First-Lady Gerlinde Kretschmann. Als ehemalige Lehrerin liege ihr das Lernen im Freien besonders am Herzen, so Kretschmann. In der Ausschreibung sagt sie: „Beim Schulwanderwettbewerb geht es darum, im Freien zu lernen, draußen zu sein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Eine Wanderung ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten gemeinsamer Unternehmungen unter freiem Himmel.“ Beim Lernen im Freien entwickelten Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein für die heimische Umwelt, die Schönheit der Natur und für die Notwendigkeit ihres Schutzes. „Das ist gerade in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je“, betont Kretschmann.

Einsendeschluss für alle Dokumentationen ist der 1. Juli 2022. Insgesamt gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 2.400 Euro zu gewinnen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 121. Deutschen Wandertags 2022 am Samstag, 6. August, in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz statt.

Bei Bedarf vermittelt der Schwäbische Albverein Wanderführerinnen oder Wanderführer vor Ort, stellt Wanderkarten und Ideensammlungen zur Verfügung und unterstützt Lehrkräfte bei der Durchführung ihrer Aktionen.

Hier geht es zum Ausschreibungsflyer des Schulwanderwettbewerbs.

Weitere Informationen und eine Anmeldung zum Wettbewerb unter Telefon 0711 / 22585-25 oder

Bohlenweg durch das Schopflocher Moor wird erneuert

Noch in der zweiten Märzhälfte beginnen die Arbeiten am Bohlenweg im Schopflocher Moor. Der Rund 500 Meter lange und mehr als 40 Jahre alte Weg ist in die Jahre gekommen und nicht mehr sicher zu begehen.

In einem ersten Abschnitt erneuern die Pflegetrupps des Schwäbischen Albvereins und des Regierungspräsidiums Stuttgart den ersten Abschnitt zwischen Lehrteich und Moorwäldchen. Je nach Witterung folgt im kommenden Herbst oder im Frühjahr 2023 der zweite Abschnitt. Während der Bauzeit ist der Weg durch das Moor gesperrt. Auch der Lehrteich ist nicht zugänglich.

Der Bohlenweg ermöglicht den jährlich bis zu 70.000 Besucherinnen und Besuchern, trockenen Fußes durch das einzige Hochmoor auf der Schwäbischen Alb zu wandern und so Pflanzen und Tiere zu beobachten. Jedoch musste er in den letzten Jahren immer wieder ausgebessert werden und ist auch für Rollstuhlfahrende nur noch schwer befahrbar. Die beteiligten Partner – Regierungspräsidium Stuttgart, Schwäbischer Albverein, Landkreis Esslingen, Heinz-Dangel-Stiftung und Naturschutzzentrum Schopflocher Alb – haben sich daher darauf geeinigt, den Weg komplett zu erneuern. Die alten Eisenbahnschwellen werden entfernt und durch unbehandelte Eichenholzschwellen, die sich gut in die Natur einfügen werden, ersetzt.

Da der Bohlenweg der Kreuzotter als Versteckmöglichkeit und als Ort zum Sonnenbaden dient, wurden bereits im Vorfeld Ausweichhabitate für die Kreuzotter geschaffen. Aus Fichtenstämmen, Holzhackschnitzeln und Erde wurden vom Pflegetrupp des Regierungspräsidiums sogenannte „Stammholzstapel“ errichtet, die der Kreuzotter ein Ausweichen ermöglichen sollen. Die Kreuzotter gibt außerdem den konkreten Bauablauf vor, denn nur während ihrer Aktivitätsphasen, in denen sie flüchten kann, darf gebaut werden.

Hintergrundinformationen:

Das Schopflocher Moor ist auf dem Untergrund eines 17 Millionen Jahre alten Vulkanschlots entstanden. Durch Verwitterung entstand eine flache Mulde, in der sich über einer Lehmschicht Wasser staute und einen See bildete. Durch allmähliches Verlanden und durch das Wachstum von Torfmoosen entwickelte sich ein Hochmoor. Bis 1784 war das Moor nahezu unberührt. Dann begann der Mensch es zu entwässern und Torf zu stechen. Erst 1931, als von dem einstigen Moor nur noch zwei kleine Torfhügel übrig waren, wurde der Torfabbau verboten, nachdem weite Teile des Moores mit staatlicher Unterstützung vom Schwäbischen Albverein aufgekauft werden konnten. Trotz der Eingriffe ist das Moor biologisch und wissenschaftlich sehr wertvoll. 1942 – vor genau 80 Jahren – erklärte das Württembergische Kultministerium das Schopflocher Moor zum Naturschutzgebiet, um die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und den Moorrest für wissenschaftliche Untersuchungen (Pollenanalyse) zu sichern. Im Jahr 1976 unternahm der Schwäbische Albverein erste Besucherlenkungsmaßnahmen, um das Gebiet zugänglich zu halten und zugleich zu schützen. Heute besteht das „Moor“ aus einem Wäldchen, Feuchtwiesen und kleinen Wasserflächen. 278 verschiedene Pflanzenarten kommen vor, darunter Wollgras, Blutwurz und die Orchideenart Breitblättriges Knabenkraut. Sumpfrohrsänger, Weidenmeise, Kreuzotter, Eidechsen, Molche, Libellen und Schmetterlinge sind hier zuhause.

Der Schwäbischen Albverein, dem große Teile des Naturschutzgebiets gehören, und das nur wenige Kilometer entfernte Naturschutzzentrum Schopflocher Alb kümmern sich in Absprache mit dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt Esslingen um die Pflege und den Erhalt des Hochmoors. Dazu gehören Maßnahmen zur Landschaftspflege, zum Biotop- und Artenschutz und zur Besucherlenkung. Das Naturschutzzentrum bietet auch Exkursionen in die Natur, Vorträge, Fortbildungen, Bücher, Broschüren und Wanderkarten.

Appell der Jugend für Frieden und Klimaschutz

Die Deutsche Wanderjugend hat sich anlässlich der derzeitigen Ereignisse in der Ukraine und der zunehmen Bedrohung unsere Lebensgrundlagen durch den Klimawandel und die ökologische Zerstörung mit einem eindrücklichen Appell für Frieden und mehr Einsatz gegen die Umweltzerstörung an die Öffentlichkeit gewandt:

Der Bundesjugendbeirat der Deutschen Wanderjugend steht für 100.000 Kinder und Jugendliche, die in unserem Jugendverband gemeinsam unterwegs sind und dabei eine tolerante und offene Weltanschauung vertreten. Was sich auf unserem Planeten ereignete und ereignet, war und bleibt nicht hinnehmbar.

Wir haben Freundinnen und Freunde aus vielen Ländern, so auch aus der Ukraine, Russland, Irak, Sudan, Afghanistan, Mexico, Jemen, Syrien und Nigeria. Wir möchten, dass unsere Freundinnen und Freunde in Sicherheit leben und wir mit ihnen gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft bauen können.

Der Weltklimarat schlägt (mal wieder) Alarm und statt unseren Planeten zu retten, werden Kriege geführt, Wälder gerodet oder verbrannt, Arten ausgerottet und Unsummen für Rüstungsgüter ausgegeben. Wir benötigen Frieden, eine Energie- und Mobilitätswende, den Schutz von Wäldern und Gewässern und ein Ende des Strebens nach ewigem Wachstum.

Wir, die Jugend, möchten einen lebenswerten Planeten übernehmen, bewahren und an folgende Generationen weitergeben. Wir möchten nicht, dass Gewalt eingesetzt wird, um Wirtschaftsinteressen zu sichern, aus ethnischen oder religiösen Gründen oder in Ablehnung von Geschlechtern oder sexueller Orientierung. Menschen sollen nicht ausgebeutet oder Kinder zur Arbeit gezwungen werden; wir möchten eine gerechte Weltordnung, in der alle Menschen in Frieden und ohne Hunger leben werden.

Wir fordern die Regierungen und Unternehmen dieser Welt jetzt auf: Rettet sofort diesen Planeten, stoppt Kriege und Umweltzerstörung und hinterlasst uns eine lebenswerte Zukunft.

Deutsche Wanderjunged, März 2022

 

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Naturschutz vor der Haustüre

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März ruft der Schwäbische Albverein dazu auf, mit dem Artenschutz vor der eigenen Haustüre anzufangen. „Jeder und jede einzelne kann etwas gegen die Verarmung der Natur und für mehr Artenvielfalt tun“, betont Katharina Heine, Naturschutzreferentin des Schwäbischen Albvereins, „sei es im eigenen Garten, auf der Streuobstwiese oder auf Terrasse und Balkon.“

Mit seiner neuen Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ gibt der Schwäbische Albverein Tipps, wie im eigenen Garten statt Zierrasen und Schotterflächen artenreiche Lebensräume entstehen können. In dem Heft finden sich Bauanleitungen etwa für Nistkästen oder Behausungen für Wildbienen und Hummeln, Tipps zum Anlegen von naturnahen Gärten, Trockenmauern und Hecken oder zur Pflege von Streuobstwiesen. Dazu gibt es QR-Codes mit Links zu weiterführenden Informationen.

Die Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ ist kostenlos. Sie ist gedruckt und als Download erhältlich unter https://natur-umwelt.test-albverein.de/publikationen/naturschutz-vor-der-haustuere/

Mit Nisthilfen und Tränken für Vögel, Insektenhotels, der Anlage eines Gartenteichs und einer naturnahen Gartengestaltung mit Blumenwiesen, wilden Ecken, heimischen Gehölzen und dem Verzicht auf künstlichen Dünger und Gift im Garten lässt sich auch auf kleinen Flächen Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren schaffen. Ein Plus für den Menschen: So entstehen auch lauschige Plätzchen für die eigene Erholung.

Der Schwäbische Albverein setzt sich als anerkannter Naturschutzverband für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein. Er besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, artenreiche Blumenwiesen und wertvolle Feuchtgebiete. Als einziger Naturschutzverband in Baden-Württemberg unterhält der Verein einen hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp. Dieser pflegt – unterstützt von hunderten Ehrenamtlichen – vereinseigene und kommunale Naturschutzflächen.

Kulturlandschaftspreis 2022 – jetzt bewerben!

Bis 30 April können sich Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich in Württemberg vorbildlich um den Erhalt traditioneller Landschaftsformen kümmern, um den Kulturlandschaftspreis 2022 bewerben.


2021 zählte die OG Ehingen des Schwäbischer Albvereins zu den Preisträgern. Prämiert wurde die Umwandlung von 2,5 Hektar Forstfläche in eine typische Heidelandschaft mit Schafbeweidung.


„Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte unseres Landes in all ihrer Vielfalt. Sie sind Zeichen für den bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie stiften Identität und sind Teil unserer Heimat. Jeder, der sich um ihren Erhalt sorgt, ist Vorbild und verdient öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, der den Preis gemeinsam mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg ausgelobt. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Besonderes Augenmerk richtet die Jury auf die Verbindung traditioneller Bewirtschaftungsformen mit innovativen Ideen, zum Beispiel zur Vermarktung der Produkte und zur Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus stehen aber auch Streuobstwiesen, Weinberge in Steillagen, beweidete Wacholderheiden oder die gelungene Rekultivierung eines Steinbruchs.

Im Rahmen des Kulturlandschaftspreises werden zwei weitere Auszeichnungen vergeben: Der Jugend-Kulturlandschaftspreis richtet sich an Schüler, Kinder und Jugendliche. Sie können auch Initiativen einreichen, die in den vergangenen drei Jahren durchgeführt wurden. Mit dem Sonderpreis Kleindenkmale würdigen der Schwäbische Heimatbund und die Sparkassen die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen wie Gedenksteinen, steinernen Ruhebänken, Feld- und Wegkreuze, Bachbrücken, Trockenmauern oder Wegweiser und Feldunterstände. Preiswürdig kann auch die inhaltliche Aufbereitung in Ge­stalt eines Buches sein.

Annahmeschluss für schriftliche Bewerbungen im Format DIN A4 ist der 30. April 2022. Weitere Informationen unter www.kulturlandschaftspreis.de abrufbar. Die Verleihung findet im Herbst 2022 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.

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Anwandern: Wandersaison 2022 eröffnet

Genusswandern durch Weinberge, Touren entlang von Blumenwiesen oder zu den Burgen auf die Schwäbischen Alb, Runden durch verschneite Landschaften oder Weitwanderungen für sportlich ambitionierte Wanderer – Beim sogenannten „Anwandern“, das in diesem Jahr in Winterbach im Remstal stattfand, hat Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die neuen Wanderprogramme der Öffentlichkeit vorgestellt. „Vielfalt ist die Stärke des Schwäbischen Albvereins“, betonte Rauchfuß. „Wir bieten für alle Altersgruppen, Interessenlagen und Fitness-Grade die passenden geführten Wanderungen an.“


Alle Wanderprogramme ausführlich finden Sie unter https://wandern.test-albverein.de/unser-wanderprogramm/


Neu im Programm: WohlFÜHLMomente

Diese Wanderungen legen den Schwerpunkt auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wald- und Streuobtwiesenbaden oder Yoga-Wandern gehören ebenso dazu wie meditative Touren mit achtsamen Elementen. Tief durchatmen, die Arme baumeln lassen, die Sonne vom Himmel pflücken oder das Wasser mit den Armen teilen – Bei einer kurzen Tour durch die Streuobstwiesen am Rande von Winterbach stellte Meditationslehrerin Nannette Westermann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Anwanderns Tai Chi-Elemente vor, die sich gut in WohlFÜHL-Wanderungen einbauen lassen. „Bewegung in der Natur tut uns Menschen einfach gut. Das nutzen wir für unsere WohlFÜHLMomente“, erklärte Westermann, die das neue Programm mit entwickelt hat. „Wandern ist gut für unser Herz-Kreislauf-System. Stress und Anspannung fällt von uns ab. Der Blick ins Grüne und Naturbeobachtungen tragen zur Erholung bei.

Programm des Deutschen Wandertags online buchbar

Touren mit dem Schwerpunkt auf Gesundheit und Wohlbefinden sind auch im Programm des Deutschen Wandertags enthalten, der vom 3. bis 7. August im Remstal stattfinden wird. Neben der Stadt Fellbach und 21 Remstalkommunen ist der Schwäbische Albverein einer der Ausrichter des Großevents. „Alle Wanderungen und Veranstaltungen sind bereits online unter www.dwt2022.de buchbar“, berichtete Albvereinspräsident Rauchfuß. „Eintrittskarte ist die Wandertagsplakette, die neben allen Wanderungen auch den öffentlichen Nachverkehr und viele Eintritte im gesamten Remstal beinhalten.“

 

Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar

Seit 80 Jahren stehen das Schopflocher Moor und die angrenzenden Feuchtwiesen unter Naturschutz. Große Teile des einzigen Hochmoors der Schwäbischen Alb gehören dem Schwäbischen Albverein, der die Naturschutzfläche pflegt und erhält. „Das Schopflocher Moor ist eine ganz besonders schöne und artenreiche Landschaft auf der Schwäbischen Alb“, erklärt Albvereins-Naturschutzreferentin Meike Rau.

Besucherlenkung durch Schwellenweg

Das Naturschutzgebiet ist rund 75 Hektar groß. Von einem Schwellenweg aus können interessierte Besucherinnen und Besuchern die Pflanzen- und Tierwelt im Moor beobachten. Unter anderem wächst dort der Fieberklee, eine Sumpf- oder Wasserpflanze, die 2020 zur Blume des Jahres gekürt wurde. Für 2022 ist eine Erneuerung des mittlerweile an vielen Stellen recht maroden Schwellenwegs geplant.

Wiedervernässung des Moors

In den vergangenen Jahren hat der Albverein intensiv an einer Wiedervernässung des Moors gearbeitet. Sein Landschaftspflegetrupp hat dafür ehemalige Entwässerungsgräben mit Holzbohlen verschlossen, um wieder mehr Wasser im Naturschutzgebiet zu halten. „Das ist besonders wichtig in Zeiten des Klimawandels. Das Schopflocher Moor ist ein Hochmoor und damit von Niederschlägen abhängig“, erklärt Rau. „Das Ökosystem reagiert deshalb besonders auf den Temperaturanstieg und die Trockenheit in den heißen Sommermonaten, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben.“

Ehrenamtliche unterstützen Pflegearbeiten

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb führt der Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins regelmäßig Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet durch, um die Verbuschung des Moores zu verhindern. Dabei wird der Trupp ein- bis zweimal pro Jahr von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt. Der nächste gemeinsame Pflegetag ist am 8. Oktober 2022 geplant.

Moore wichtig für den Klimaschutz

Als anerkannter Naturschutzverband setzt sich der Schwäbische Albverein seit vielen Jahrzehnten für mehr Arten- und Naturschutz ein. Er besitzt und pflegt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, Blumenwiesen und Feuchtgebiete. „Der Erwerb von Grundbesitz für Naturschutzzwecke hat sich auch im Fall des Schopflocher Moors bewährt“, berichtet Meike Rau. So könne der Schutz des sensiblen Gebiets gewährleistet werden. Die Naturschutzreferentin betont anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete den Beitrag, den Feuchtgebiete für den Klimaschutz leisten. „Moore binden CO2 aus der Luft und wirken dadurch wie riesige Kohlenstoffspeicher.“

Welttag erinnert an Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten

Den Welttag der Feuchtgebiete gibt es seit 1997. Er bezieht sich auf die Unterzeichnung des Übereinkommens zum Schutz von Feuchtgebieten, auch Ramsar-Konvention genannt. Dieses von der UNESCO angestoßene Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet und ist die älteste internationale Konvention, die sich mit dem Erhalt und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beschäftigt.

Weitere Informationen zum Schopflocher Moor

https://natur-umwelt.test-albverein.de/naturschutz-grundbesitz/
www.naturschutzzentrum-schopfloch.de

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