Landschaftspflegetag im Schopflocher Moor – Danke an alle Helfer!

Rund 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren am Samstag, 17. Oktober, im Schopflocher Moor aktiv. Muskeln waren gefragt beim Abräumen von Gehölz und dem Zusammenrechen von Gras und Zweigen. Danke an alle, die dabei waren!

Das Schopflocher Moor ist ein wichtiges Feuchtgebiet auf der Schwäbischen Alb – und leidet unter dem Klimawandel. Die Sommer werden heißer und trockener. 2026 bildete bisher einen traurigen Rekord. Es ist deshalb bsonders wichtig, Gehölznachwuchs und Weidenschösslingen aus dem Naturschutzgebiet zu entfernen. Sie ziehen nämlich viel Wasser. Jörg Dessecker vom Schwäbischen Albverein war bereits in den Tagen vor dem Pflegetag mit seinem Landschaftspflegetrupp im Moor aktiv, um Flächen freizuschneiden.

Rund 70 Ehrenamtliche – vom Kind bis zum Senior – hatten sich um 9 Uhr an der Infotafel am Eingang des Moores versammelt. Alle gut eingepackt, denn es war Regen angesagt. Begrüßt wurden Sie vom Esslinger Landrat Marcel Musolf, Schopflochs Bürgermeister Thomas Staubizer, Ulrike Möck vom Regierungspräsidium Stuttgart und von Albvereins-Vizepräsidentin Regine Erb. Sie alle dankten den Helferinnen und Helfern – und packten gleich selber mit an.

   

In mehreren Gruppen, mit Arbeitshandschuhen, Rechen und Gabeln ausgerüstet, machten sich die Helferinnen und Helfer ging es ans Werk. Grasschnitt, kleinere Äste und Zweige mussten zusammengerecht und genau wie das Weidengehölz in Handarbeit aus dem Feuchtgebiet geschafft werden. Bauern aus der Region luden den Rückschnitt auf Traktorgespanne. Sogar einen Hächsler hatten sie mit dabei, um größere Hölzer gleich vor Ort zu zerkleinern.

Gegen 11 Uhr hieß es dann Zähne zusammenzubeißen. Es fing an zu nieseln, Nebel zog durch das Moor – schaurig-schön, aber auch ziemlich ungemütlich. Die Helferinnen und Helfer ließen aber nicht nach und gegen 12:30 Uhr war die Arbeit dann getan. Das Regierungspräsidium Stuttgart lud alle Teilnehmenden im Anschluss an den Landschaftspflegeeinsatz noch zu einem warmen Mittagessen ein.

Den Pflegeeinsatz im Schopflocher Moor gibt es in dieser Form schon seit 1997. Schwäbischer Albverein, das Naturschutzzentrum Schopflocher Moor und das Regierungspräsidium arbeiten hier Hand in Hand. Doch ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre ein solcher Einsatz nicht möglich.

Herzlichen Dank an alle, die so fleißig mitgeholfen haben!


Einzigartiges Naturschutzgebiet auf der Schwäbischen Alb

Das Schopflocher Moor ist das einzige Hochmoor auf der Schwäbischen Alb. Bereits vor 18 Millionen Jahren war die Torfgrube bei Schopfloch als Folge des Vulkanismus auf der Alb entstanden. Die Schlotfüllung eines alten Vulkanschlots war schneller verwittert als die harte Kalkgesteinumgebung. In der Mulde bildete sich eine Lehmschicht, auf der Millionen Jahre später ein See entstand, der nach und nach verlandete.

Durch die Torfstecherei und Entwässerung war das Moor bald in seiner Existenz gefährdet. Der Schwäbische Albverein erwarb große Teile des Gebiets im Jahr 1931, um es vor der weiteren Zerstörung zu schützen. 1942 wurde es dann zum Naturschutzgebiet. Heute umfasst die geschützte Fläche etwa 76 Hektar, auf der viele geschützte Pflanzen und Tiere leben. Besucherinnen und Besucher können das Schopflocher Moor auf einem Bohlenweg durchqueren.

 

 

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Spendenaktion: Das Nägelehaus braucht Eure Unterstützung!

Vor einigen Monaten erreichte uns die Nachricht, dass der Lüftungskanal für die Entlüftungsanlage der Küche im Nägelehaus kaputt ist. Nach einer genaueren Untersuchung war klar: Die gesamte Anlage muss überplant und saniert werden. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 140.000 Euro.

Die gute Nachricht: Wir konnten die bestehende Anlage provisorisch reparieren. Der Gaststättenbetrieb kann also weiterlaufen. Dennoch ist eine zeitnahe Sanierung der Entlüftungsanlage unumgänglich.

Um die Kosten stemmen zu können, bitten wir um Eure Unterstützung.

Helft mit Eurer Spende, das beliebte Ausflugsziel auf der Zollernalb zu erhalten! Wir danken Ihnen herzlich!

Hier könnt Ihr online spenden und den Spendenzweck wählen.

Oder Ihr überweist Eure Spende über Eure Hausbank an das Spendenkonto des Schwäbischen Albvereins:

IBAN DE03 6005 0101 0002 8260 00
Stichwort „Nägelehaus“

Wir danken Euch herzlich für Eure Utnerstützung!

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Deutscher Wanderverband hat ein neues Präsidium

Dirk Landau vom Werratalverein ist von der der Mitgliederversammlung des Deutschen Wanderverbands zum neuen Präsidenten des DWV gewählt voren. Er folgt auf Dr. Michael Emrich, der in seiner Amtszeiten die Weichen für einen Generationenwechsel und eine Weiterentwicklung des Verbandes gestellt hat. Zu den Vizepräsidenten wurden Thomas Gemke, Heike Krieg und Jobst Brüggemeier gewählt. Schatzmeisterin bleibt Dr. Angela Sabac-el-Cher. Die MItgliederversammlung fand im Rahmen des 123. Deutschen Wandertag in Oberwiesenthal statt.


Das neue DWV-Präsidium: v.l.n.r.: Jobst Brüggemeier (Wiehengebirgsverband Weser-Ems), Dr. Angela Sabac-el-Cher, Dirk Landau (Werratalverein), Heike Krieg (SchwäbischerAlbverein), Thomas Gemke (Sauerländischer Gebiergsverein)


Dirk Landau bringt langjährige Erfahrungen aus Wandervereinen, Naturschutz und Wegearbeit mit. Der 1964 geborene Augenoptiker war 22 Jahre selbstständig, arbeitete als Trekking-Guide in Nepal und Patagonien und war von 2003 bis 2019 Abgeordneter im Hessischen Landtag. Heute ist er unter anderem stellvertretender Vorsitzender und Hauptwegewart des Werratalvereins 1883, Landesnaturschutzwart im Wanderverband Hessen sowie DWV-zertifizierter Wanderführer und Wanderwegebestandserfasser.

„Der Deutsche Wanderverband lebt von Menschen, die nicht nur über das Wandern sprechen, sondern Verantwortung übernehmen“, sagte Landau. „Ich möchte diese Menschen stärken und mich zugleich in der politischen Interessenvertretung des Verbandes einbringen. Wegearbeit, Naturschutz, Ehrenamt und die Freude am Wandern gehören zusammen. Der DWV muss dabei ein verlässlicher Partner für seine Mitgliedsorganisationen bleiben und zugleich offen sein für neue Formen des Wanderns und des Engagements.“

Auch inhaltlich setzte die Mitgliederversammlung Akzente. Der Deutsche Wanderverband und die Deutsche Wanderjugend verabschiedeten ein Positionspapier zur Inklusion. Im Mittelpunkt steht die Idee, gesellschaftliche Teilhabe nicht auf die Möglichkeit zur Teilnahme an Wanderungen zu beschränken. Barrieren sollen abgebaut, Kommunikation zugänglicher gestaltet und Inklusion stärker in Ausbildung und Vereinsarbeit verankert werden. Menschen mit Behinderungen sollen nicht nur willkommen sein, sondern auch Möglichkeiten erhalten, Verantwortung zu übernehmen und das Vereinsleben mitzugestalten.

Daneben befasste sich der Verband mit dem Umgang mit invasiven Arten. Dabei geht es um die Rolle der Wandervereine im Naturschutz und um die Frage, wie ehrenamtlich Tätige vor Ort fachlich informiert und in ihrer Arbeit unterstützt werden können.

Der europäische Gedanke prägte auch das öffentliche Bild des Deutschen Wandertags. Die zeitgleiche EURORANDO führte Menschen aus verschiedenen Ländern auf die Wege beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze. Beim großen Festumzug, bei dem auch Mitglieder des Schwäbischen Albvereins vertreten waren, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Wandertages und der EURORANDO gemeinsam zusammen. Vereine, Fahnen, Musik und unterschiedliche Traditionen wurden dabei zu einem gemeinsamen Bild der europäischen Wanderbewegung.

Der nächste Deutsche Wandertag wird 2028 in Thale im Harz stattfinden

Auszug aus einer Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbands

Jetzt Albvereins-App laden und Rabatt sichern

Mit www.albverein-erleben.de und der Albvereins-App macht das Planen von Wanderungen und das Wandern selber noch mehr Spaß. Albvereins-Mitglieder erhalten einen Rabatt für die Pro-Versionen. Die Website basiert auf einer Zusammenarbeit mit dem Wanderportal Outdooractive. 

Sie finden die Apps zum Download für iOS im Apple-Store sowie für Android im Google Play Store.

Im Wanderportal des Schwäbischen Albvereins auf Outdooractive gibt es unsere Wandertipps, aber auch Touren aus der gesamten Outdooractive Community zum Nachwandern. Dazu kommen wichtige Informationen zur Gastronomie am Weg, ÖPNV, touristisch interessante Punkten, sogenannte Points of Interest (POIs) und vieles mehr. Diese Informationen sind mit guten Tourenvorschlägen verknüpft.

Eigene Touren können am PC geplant und aufs Handy übertragen werden. Auch lassen sich Wanderungen bequem unterwegs aufzeichnen und im Anschluss bearbeiten.

Unterwegs ist jederzeit der aktuelle Standort auf dem Handy zu ermitteln – kein Verlaufen mehr! Man sieht sofort, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. So wird die Navigation unterwegs zum Kinderspiel.


Mitgliederrabatt für Pro-Versionen

Die Basic-Mitgliedschaft von Outdooractive bzw. www.albverein-erleben.de ist kostenlos. Diese ist nötig, um von den Wandertipps und Veranstaltungen auf Outdooractive zu profitieren, also etwa GPX-Tracks laden zu können. Einfach mit E-Mail und einem eigenen Passwort registrieren und schon ist man dabei. Kartengrundlage ist bei der Basic-Version übrigens OpenStreetMaps.

Die kostenpflichtige Pro-Version basiert auf der Outdooractive-Karte, die OpenStreetMaps mit amtlichen Geodaten und POIs verknüpft. Außerdem ist hier das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins enthalten. Das ist bei der Basis-Version nicht der Fall. Das Kartenmaterial lässt sich sowohl online als auch offline nutzen.
Die Pro-Version kostet für Albvereins-Mitglieder 24,99 Euro pro Jahr (statt 29,99 Euro).

In der Pro+-Version sind zusätzlich die Karten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) sowie ADFC-Radtourenkarten und die Karten des Kompass-Verlags enthalten. Albvereinsmitglieder zahlen für die pro+-Variante 49,99 Euro pro Jahr (statt 59,99 Euro).

Albvereinsmitlgieder erhalten den Rabatt nur, wenn sie ihr Abo über www.albverein-erleben.de abschließen!


So erhalten Sie Ihren Mitgliederrabatt:

www.albverein-erleben.de öffnen und unter „Jetzt anmelden“ klicken. Sie finden den Link oben rechts in der Kopfzeile. Dann erscheint folgende Aufforderung:

Bitte jetzt Ihre E-Mail eingeben, auf „weiter“ klicken und dann ein Passwort vergeben. Jetzt sind Sie Basis-Mitglied und können diese Mitgliedschaft zu einer Pro- oder Pro+-Mitgliedschaft erweitern.

Dafür in der Kopfzeile von www.albverein-erleben.de ganz rechts „Pro kostenlos testen“ anklicken.

Dann erscheint folgende Darstellung:

Achtung: Nicht das erste rote Feld „Pro kostenlos testen“ anklicken, sondern weiter nach unten scrollen bis zum Feld „Mitgliedervorteil anfordern“. Das sieht dann so aus:

Jetzt das rote Feld „Mitgliedervorteil anfordern“ anklicken. Dann werden Sie aufgefordert, Ihre 7-stellige Mitgliedsnummer des Schwäbischen Albvereins einzugeben. Wenn Ihre Nummer kürzer ist mit 0 oder 00 beginnen.

Und auf weiter klicken.

Nun können Sie den Rabatt-Gutschein anfordern. Bitte Pro oder Pro+ auswählen. Der Gutschein wird per Mail zugeschickt. Diese Mail enthält einen Link, über den das Abo bestätigt werden muss.

Und schon kann es losgehen!


Falls es Fragen gibt, erreichen Sie uns per Mail an .

 

 

 

 

Neuer Wanderführer zum Main-Donau-Bodensee-Weg Nord (HW4)

Wir komplettieren unsere Wanderführer-Reihe zu allen Hauptwanderwegen mit dem Band zum nörlichen Teil des HW4 – dem Main-Donau-Bodensee-Weg. Dieser Fernwanderweg ist insgesamt 408 Kilometer lang. Der Band zum Südteil ist ebenfalls in unserem Lädle erhältlich.

Der HW4 Nord startet in Würzburg. Er durchstreift das nordöstliche Baden-Württemberg sowie fränkische Teile Bayerns. Während in den ländlichen Regionen äußerst dünne Besiedlung herrscht, bilden Zentren wie Würzburg und Rothenburg touristische Höhepunkte. Kaum ein anderer Weg verbindet Natur- und Wandergenuss so gut mit landestypischer Kultur. Er eignet sich für Ruhe- und Attraktionssuchende gleichermaßen. Etwa in der Mitte des Fernwanderwegs liegt Heidenheim. Die Stadt an der Brenz markiert den Endpunkt des Nord- und den Beginn des Südteils des Weges.

Weitere Höhepunkte des HW4 Nord sind die Weinberge an Main und Tauber, weite Landschaften im Ochsenfurther Gau, authentische Dörfer in der Hohenloher Ebene, Crailsheim inmitten farbenfroher Kulturlandschaften sowie die weitläufigen Wälder der Ellwanger Berge. Zum Schluss gilt die östlichen Höhen der Schwäbischen Alb zu erklimmen.

Planung leicht gemacht mit nützliche Hinweise, Tipps, Kartenausschnitten, Adressen und natürlich GPS-Tracks

Dieses Buch kann als Wanderführer genutzt werden, bietet mit seinen detaillierten Wegbeschreibungen aber auch eine ideale Planungshilfe für alle, die gerne individuell reisen. Neben allen Informationen zur 212 Kilometer langen Strecke sind Angaben zu touristischen Anziehungspunkten und Tipps des Autors enthalten. Ein Gaststättenverzeichnis und Hinweise zu Fremdenzimmern mit Kontaktadressen sowie Öffnungszeiten erleichtern die Einteilung.

Die Startpunkte und Ziele sind mit den angegebenen ÖPNV-Verbindungen erreichbar. GPS-Tracks zum Download via QR-Code oder Link finden sich ebenfalls im Buch. Marken im Höhenprofil, im Textblock und auf den Fotografien, die sich in den Karten widerspiegeln, ermöglichen eine leichte Nachvollziehbarkeit der Strecken. Für schwierige Situationen stehen Koordinaten im WGS84 Format zur Verfügung. Die schönsten Fotografien können wie die GPS-Tracks heruntergeladen und geteilt werden.

Fakten zum HW4 Nord

Länge 212 Km | Aufstieg 4770 m, Abstieg 4460 m | Tiefster Punkt: Mainufer, Würzburg 172 m Höchster Punkt: Maienberg, Aalen-Oberalfingen 718 m

ISBN/EAN: 978-3-948860-05-9, Ladenpreis Deutschland: 22,50 Euro

Hier geht es zur Leseprobe

Erhältlich ist der Band – wie alle weiteren Wanderführer dieser Reihe auch – im Lädle des Schwäbischen Albvereins in Stuttgart sowie in unserem Online-Shop.

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100 Jahre Schwäbische Albvereinsjugend

Als im Juni 1926 die Mitgliederversammung des Schwäbischen Albvereins beschloss, einen „Albvereinsjugendring“ zu gründen, konnte keiner ahnen, dass damit eine mittlerweile hundertjährige Erfolgsgeschichte beginnen würde – die Schwäbische Albvereinsjugend war geboren.

Aus heiterem Himmel kam der Beschluss nicht. Schon vorher gab es Jugendwanderungen im Verein – damals noch streng nach Geschlechtern getrennt. Das Schwäbische Jugendwerk, 1919 gegründet vom Schwäbischen Albverein und dem Württembergischen Schwarzwaldverein, könnte man als Vorläufer der Albvereinsjugend bezeichnen. 1926 beauftragte man die Jugendabteilung der Ortsgruppe Stuttgart, Richtlinien für Jugendabteilungen des Vereins zu erarbeiten. Ein Jahr später waren bereits 31 Jugendabteilungen aktiv.

Gleichgeschaltet – die 1930er Jahre

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderten sich auch die Rahmenbedingungen für den noch jungen Albvereinsjugendring. Der gesamte Verein mit all seinen Untergliederungen wurde gleichgeschaltet und nach dem Führerprinzip ausgerichtet. Auch die Sprache wurde im Laufe der 1930er Jahre deutlich völkischer. Am 15. Juli 1933 wurden alle Jugendgruppen aufgelöst und in die Hitlerjugend oder den Bund Deutscher Mädels überführt.

Schwieriger Neustart nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der „Jung-Albverein“ in der amerikanischen Besatzungszone seine Arbeit wieder aufnehmen. Die Ortsgruppen in der französischen Besatzungszone hatten es deutlich schwerer, wieder Vereinsaktivitäten durchzuführen. Mit der Vereinigung der westlichen Besatzungszone nahm die Jugendarbeit Fahrt auf. 1950 gab es bereits 135, 1958 waren es schon 217 Jugendgruppen im Albverein. Viele junge Leute nahmen das Angebot gerne an und traten in den Verein ein.

Zeltlager im Jugendzentrum Fuchsfarm

Zeltlager erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Kinder und Jugendliche nahmen gerne an den Ferienangeboten des Albvereins teil, auch wenn vieles noch improvisiert war. Bis 1965 wechselte man für die Zeltlager die Standorte, 1964 kaufte der Albverein dann eine ehemalige Silberfuchsfarm in Albstadt-Onstmettingen. Bis heute ist die Fuchsfarm das Jugendzentrum des Vereins und „seelische Heimat“ vieler Generationen Jugendlicher seit den 1960er Jahren. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Regionen der Republik oder der Welt waren und sind immer willkommen – von Berliner Kindern nach dem Mauerbau und französischen Jugendlichen in den 1960ern bis zu geflüchteten syrischen Jugendlichen heute.

Professionalisierung der Jugendarbeit

Die Schwäbische Albvereinsjugend bietet Kindern und Jugendlichen nicht nur Outdoor-Sport und Gemeinschaft an, sie ist zudem schon von ihrer Struktur her ein Übungsfeld für Demokratie und ehrenamtliches Engagement. 1971 erhielt die Albvereinsjugend eine eigenständige Geschäftsstelle, was die zunehmende Professionalisierung der Arbeit wiederspiegelt.

Natur- und Klimaschutz als wichtige Themen der Jugend

„Politisch handeln ohne parteipolitisch zu sein“ ist bis heute die Maxime der Albvereinsjugend. Oft waren und sind es Naturschutzthemen, die die Jugendlichen bewegen. Bereits in den 1970 engagierte sich die Albvereinsjugend gegen Umweltverschmutzung mit dem Umweltkabarett „Mir stinkt’s“. 1987 verabschiedete die Jugendvertreterversammlung eine Resolution zu einer „umweltschonenden, sozialverträglichen und krisensicheren Energiepolitik. 2008 beschloss der Hauptausschutz auf Initiative der Jugend alle Wanderheime und die Hauptgeschäftsstelle auf ihre Energieeffizienz zu überprüfen. Heute sind es Themen wie gesunde Ernährung, umweltbewusste Beschaffung und Müllvermeidung auf Freizeiten sowie der Klimaschutz, die die Albvereinsjugend bewegen.

100 Jahre Albvereinsjugend – wie geht es weiter?

Sinkende Mitgliedszahlen, weniger Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, und viele (auch digitale) Konkurrenz-Angebote sind Herausforderungen, mit denen sich die Albvereinsjugend heute auseinandersetzen muss. Mit dem Projekt „Sichtbar im ganzen Ländle“ steuert die Jugendorganisation dagegen. Mehr Kontakte zu den Gauen und Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, verstärkte Kommunikation, mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche, eine aktive Gestaltung des Übergangs zwischen Familien- und Jugendarbeit sowie Zugehen auf neue Zielgruppen sollen der Jugendarbeit im Albverein wieder mehr Schub verleihen. Erste Schritte sind gemacht.

Danke an alle engagierten Jugendlichen, die sich hier einbringen und die Zukunft der Schwäbischen Albvereinsjugend mitgestalten!

Germar Schulte-Hunsbeck, Ute Dilg

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Terminhinweis: Albschäferwoche vom 3. bis 12. Oktober

Wanderungen, Informationen rund um die Schäferei und die Traditionen, die diesen Berufsstand begleiten, Verkostung von Schaf- und Lammspezialitäten und vieles mehr – das ist die Aktionswoche rund um die Hüte- und Wanderschäferei auf der Schwäbischen Alb. Sie findet vom 3. bis 12 Oktober in der Heidenheimer Brenzregion auf der Ostalb statt.

Schäfer-Erlebnistag mit vielen Aktionen

Am Schäfer-Erlebnistag am Sonntag, 22. Oktober, von 11 bis 17 Uhr, im Brenzpark Heidenheim hat dann auch der Schwäbische Albverein seinen Auftritt. Die Schäfertanzgruppe der Ortsgruppe Sontheim unterhält alle Besucherinnen und Besucher mit Schäfertanz, Becher- und Hammeltanz sowie weiteren Volkstänzen. Dazu gibt es eine Schäfermeile mit Vertreterinnen und Vertretern der Schäferzunft, Aktionen wie Schafschur, Spinnen, Filzen und Hirtenhörnern, ein buntes Familienprogramm mit viel Basteleien, einen Bauern- und Schäfermarkt sowie eine Hütevorführung auf einer Heidefläche der Stadt Heidenheim.

Hier findet Ihr das gesamte Programm der Albschäferwoche.

Herzliche Einladung!

Sonderausstellung „Andenken fürs Herz“

Das Württembergische Trachtenmuseum Pfullingen präsentiert persönliche Erinnerungsstücke aus einer vergangenen Zeit. Das Museum und die Ausstellung sind bis zum 25. Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Schwäbische Albverein betreibt dieses Museum gemeinsam mit der Stadt Pfullingen.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem Schmuck und Bilder aus Haar, Poesiealben, Erinnerungsbilder und vieles mehr als Zeugnisse materieller Erinnerungskultur.

Haarschmuck hatte im 19. Jahrhundert eine besondere Funktion als Erinnerungsobjekt und wurde sowohl zu Lebzeiten als auch im Zusammenhang mit Tod und Trauer angefertigt. Poesiealben bewahrten Widmungen, Sinnsprüche und persönliche Einträge, während Bilder oder Gegenstände mit Widmung an Ereignisse wie Hochzeit, Kommunion, Konfirmation, Jubiläen oder Ausbildung erinnerten.

Die Ausstellung veranschaulicht, wie Erinnerungen in materieller Form festgehalten und innerhalb von Familien über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Sie bietet Einblicke in gesellschaftliche Vorstellungen von Familie, Identität und Andenken.

Öffnungszeiten des Museums: an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen über das Württembergische Trachtenmuseum Pfullingen

Landschaftspflegetag im Schopflocher Moor am 17. Oktober

Es ist wieder so weit: Wir suchen Helferinnen und Helfer, um das Naturschutzgebiet Schopflocher Moor zu pflegen. Herzliche Einladung deshalb zum gemeinsamen Landschaftspflegetag des Schwäbischen Albvereins und des Naturschutzzentrums Schopflocher Moor. Jetzt anmelden!

Wir treffen uns am Samstag, 17. Oktober um 9 Uhr bei den Infotafeln am Eingang zum Schopflocher Moor. Dort teilen wir verschiedene Gruppen ein, um die große Fläche möglichst effizient zu bearbeiten. Es ist unter anderem Reisig abzuräumen. Der Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins wird im Vorfeld das Gehölz zurückschneiden. Das Abräumgut muss auf Haufen geschichtet und anschließend abgefahren werden.

Warum ist diese Landschaftspflege im Moor wichtig?

Werden größere und kleinere Gehölze nicht entfernt, verbuscht das Schopflocher Moor. Wertvolle Streu- und Feuchtwiesen gehen als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten verloren. Auch das Landschaftsbild, das Besucherinnen und Besucher so schätzen, würde sich komplett verändern. Das Naturschutzgebiet muss deshalb regelmäßig gepflegt werden – sei es durch die Beweidung mit Weidevieh oder mechanische Landschaftspflege durch den Menschen. Der Landschaftspflegetag im Schopflocher Moor ist ein Beispiel dafür wie wichtig ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz ist!

Im Anschluss an die Arbeiten gegen 13 Uhr lädt das Regierungspräsidium Stuttgart zu einem gemeinsamen Mittagsessen auf den Michaelshof-Ziegelhütte ein. Vom Wanderparkplatz Torfgrube ist dieser in etwa 12 Minuten zu Fuß zu erreichen.

Arbeitsgerät wie Rechen und Gabeln sind vor Ort ausreichend vorhanden. Bitte bringt Gummistiefel oder anderes festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe mit. Wir freuen uns über viele Helferinnen und Helfer.

Bitte meldet Euch bis spätestens zum 4. Oktober an, wenn Ihr gerne auch Mittagessen möchtet. Ansonsten ist die Anmeldung bis 11. Oktober an, dann ist allerdings kein Mittagessen mehr möglich.

Anmeldung bitte per E-Mail unter .

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Einladung zum Albvereinstag auf dem Cannstatter Volksfest

Hervorgehoben

Cannstatter_Volksfest_Lebkuchenherzen_mit_Riesenrad_Foto_Thomas_Niedermueller

Am Sonntag 27. September, findet der 11. Schwäbische Albvereinstag auf dem Cannstatter Volksfest statt. Ab 11 Uhr iNach dem Festumzug sind alle Ortsgruppen, Albvereinsmitglieder, ihre Familien und Freunde im WELLER’S Klauss & Klauss Dinkelacker Festzelt willkommen.

Lasst uns gemeinsam die fröhliche Stimmung auf dem Wasen genießen – bei einem guten Volksfestbier oder einem anderen Getränke und herzhaftem Essen.

Meldet Euch an! Für 30 Euro pro Person erhalten Sie Verzehrgutscheine im Wert von 45 Euro!

Hier geht es zur Platzreservierung!