Albschäferwoche vom 3. bis 13. Oktober

Die Albschäferwoche startet am 3. Oktober mit der Eröffnungswanderung von Heidenheim nach Nattheim und endet am Sonntag, 13. Oktober mit einem großen Schäfer-Erlebnistag im Brenzpark Heidenheim. Dazu kommen diverse Veranstaltungen während der gesamten Woche rund um die Schäferei.

Hier finden Sie das gesamte Programm der Albschäferwoche 2024.

Alle zwei Jahre gibt es zudem die Albschäferwoche in der Heidenheimer Brenzregion – eine Aktionswoche mit vielen Angeboten zum Wandern durch Kulturlandschaften wie die Wacholderheiden, die von den Schäferinnen und Schäfern mit ihren Herden gepflegt werden, Kulinarisches vom Lamm und Schaf und Kultur rund um die Schäferei wie Geschichten, traditionelle Klänge und Tänze. Der Schwäbische Albverein ist Partner der Albschäferwoche.

Die Schäferei ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur und der Landschaftspflege im Landkreis Heidenheim. Ihnen ist zum Beispiel der Albschäferweg gewidmet, den der Schwäbische Albverein mit angelegt hat und pflegt. Der Albschäferweg ist ein 159 Kilometer langer Fernwanderweg, der in 10 Etappen die Spuren der Schäfer in der Brenzregion verfolgt.

 

 

 

Gleichstellung mit Sportvereinen gefordert

Der Deutsche Wanderverband (DWV) fordert, dass das Wandern und andere in seinen Mitgliedsorganisationen organisierte Natursportarten dem Sport in organisierten Sportvereinen gleichgestellt und entsprechend gefördert werden. Die Mitgliederversammlung des Dachverbands, dem auch der Schwäbische Albverein angehört, stellte sich am Rande des 122. Deutschen Wandertags in Heilbad Heiligenstadt einstimmig hinter diese Forderung.

„Wandern in organisierten Strukturen – ob im Sportverein oder im Wanderverein – ist gleich gut für die Menschen, die den Verein regelmäßig aufsuchen. Dennoch sind die organisierten Angebote in Wandervereinen nicht gleichgestellt mit denen in Sportvereinen. Weder, was die öffentliche Förderung angeht, noch die Anerkennung des Engagements von Ehrenamtlichen. Das muss ein Ende haben“, sagte der Präsident des DWV, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Er ist gleichzeitig Präsident des Schwäbischen Albvereins.

Das „Forderungspapier zur Gleichstellung der Aktivitäten des DWVs mit dem organisierten Sport“ richtet sich an alle politischen Entscheidungsträger in Bund, Ländern und Kommunen, aber auch Finanzämter und den GKV-Spitzenverband der Krankenkassen. Im Entwurf des Papiers wird betont, das Wandern mehr sei als nur eine Freizeitbeschäftigung. Es sei eine Sportart, die Menschen jeden Alters, Geschlechts und Fitnessniveaus anspreche und deren Gesundheit und Wohlbefinden fördere. Doch trotz seiner umfangreichen positiven Effekte werde das organisierte Wandern im Deutschen Wanderverband in der öffentlichen Bewegungs-, Sport- und Gesundheitsförderung bisher unzureichend berücksichtigt.

Konkret enthält der Entwurf des Forderungspapiers acht Forderungen:

  1. Bundes- und Landesministerien sollen den DWV und seine Mitgliedsorganisationen dem organisierten Sport gleichstellen und als Dialogpartner einbeziehen.
  2. Wandern in DWV-Mitgliedsvereinen soll offiziell als gesundheitsfördernder Breitensport anerkannt werden, um dessen Bedeutung für die Gesundheitsprävention zu unterstreichen.
  3. Die über 300.000 Kilometer Wanderwege in Deutschland sollen wie andere Sportstätten als nationale Infrastruktur anerkannt und finanziell unterstützt werden. Dies betrifft sowohl deren Pflege als auch deren Erweiterung.
  4. Wie Übungsleiter im Sport sollen zertifizierte DWV-Wanderführer*innen® von der Übungsleiterpauschale profitieren, da deren Arbeit ebenfalls auf einer qualifizierten Ausbildung basiert und der Bewegungs-, Gesundheits- und Bildungsförderung dient.
  5. Wandern soll stärker in öffentliche Gesundheitsprogramme integriert und als Präventionsmaßnahme für alle Altersgruppen anerkannt werden.
  6. DWV-Gesundheitswanderführer*innen® sollen den Anbietern von „Sport pro Prävention“ gleichgestellt werden.
  7. Das Engagement der DWV-Mitgliedsvereine wie des DWV und deren Bildungs- und Trainingsprogramme sollen ebenso öffentlich gefördert werden, wie organisierte Sportverbände.
  8. Barrierefreie und inklusive Wanderwege sollen gezielt gefördert werden, um den Zugang für alle zu erleichtern.

(Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbands)

 

Natur pur und Landschaftspflege auf dem Füllmenbacher Hofberg

Warum nehmen Menschen extra Urlaub, um dann früh aufzustehen und in extremer Hanglange den ganzen Tag Wiesenschnittgut zusammenzurechen? Bei recht kaltem und „unbeständigem“ Wetter. So geschehen beim Landschaftspflege-Einsatz im Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg Ende September.

Der Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins war gemeinsam mit sechs freiwilligen Helferinnen und Helfern mehrere Tage vor Ort, um die Magerwiesen zu mähen, Gebüsch zurückzuschneiden und das Schnittgut dann zu entfernen. Übernachtet wurde im Matratzenlager im Wanderheim Füllmenbacher Hofberg.

Mehrtägiger Arbeitseinsatz macht Spaß

Die einhellige Aussage der Ehrenamtlichen: Es macht Spaß! Im Freien arbeiten, die wunderbare Aussicht am Füllmenbacher Hofberg genießen, etwas für den Naturschutz zu tun, abends dann gemeinsam zu essen und zu plaudern und dann richtig müde ins Bett zu fallen – all das tut gut. Der Alltagsstress, das laute Leben, der stete Nachrichtenstrom treten in den Hintergrund, sind einfach mal nicht wichtig.

Idee kommt von Ehrenamtlichen selbst

Die Idee für den mehrtägigen Arbeitseinsatz mit Übernachtung durch die Ehrenamtlichen vor Ort hatte Dietmar. Der Rentner ist Albvereineinsmitglied und kommt aus Neuffen. Wenn er Zeit hat, hilft er gerne dem Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins, wenn dieser im Vereinsgebiet im Einsatz ist. Für ihn ist das Sport.

Außerdem engagiert sich Dietmar regelmäßig bei Bergwaldprojekt, einer Organisation, die Landschaftspflegeeinsätze in den Alpen oder anderen Gegenden Deutschlands organisiert. Dort hat er Elena kennengelernt, die ein paar Meter weiter einen großen Haufen aus Mähgut mit einem Rechen aufstapelt. Bergwaldprojekt ist etabliert, die Projekte finden ihre Helferinnen und Helfer. Warum also nicht so etwas ähnliches auch mal im Vereinsgebiet probieren, überlegt Dietmar und spricht den Jörg Dessecker, den Leiter des Albvereins-Landschaftspflegetrupps, darauf an.

Ehrenamt unterstützt Hauptamt

Dessecker ist sehr interessiert. Gerade am Füllmenbacher Hofberg gibt es nämlich jedes Jahr viel zu mähen. Über vier Hektar Fläche – aufgelassene Weinberg zumeist – gilt es zu mähen und offen zu halten. Der Schwäbische Albverein hatte sich seinerzeit sehr dafür engagiert, dieses wertvolle Gebiet unter Naturschutz zu stellen und pflegt es bis heute. Leider finden sich aber immer weniger Ehrenamtliche, die bei den traditionellen eintägigen Landschaftspflegeeinsätzen mitarbeiten. Oft ist der Pflegetrupp dann bis zu zwei Wochen im Naturschutzgebiet tätig, um fertig zu werden. Dank des mehrtägigen Freiwilligen-Einsatzes war dieses Jahr nach einer Woche alles erledigt. Und gemeinsam, in einer größeren Gruppe macht die Arbeit gleich viel mehr Spaß.

Zu Fuß zum Einsatzort

Kai ist aus München angereist, um mitzuhelfen. Der gebürtige Reutlinger wandert gerne und ist deshalb Mitglied im Schwäbischen Albverein, auch wenn er mittlerweile nicht mehr im Vereinsgebiet lebt. Im Albvereins-Newsletter hat er von dem Arbeitseinsatz gelesen. Warum nicht, dachte er sich, reichte Urlaub ein und machte sich auf den Weg – mit dem Zug und schließlich zu Fuß auf dem HW10 trudelte er spät am Abend am Wanderheim Füllmenbacher Hofberg ein. Er genießt die Aussicht bei der Arbeit und freut sich, dass es im Gegensatz zum Vortag trocken ist.

Artenkenntnis inklusive

Jörg Dessecker nutzt den Einsatz, um den Freiwilligen auch etwas Natur- und Artenkenntnis mitzugeben. Trockenrasen hätte mit die höchste Artenvielfalt, erklärt er. Da könne der Wald nicht konkurrieren. Auf den Magerwiesenflächen wachsen Majoran und Thymian, Schafgarbe. Momentan blühen die Kalkaster und hin und wieder auch eine Bachnelke. Der Kreuzenzian, eine Rarität unter den Enzianen, findet in dem Naturschutzgebiet eine Heimat. Und im Frühsommer wachsen es am Füllmenbacher Hofberg verschiedene seltene Orchideen.

Auch Insekten lieben die Wiesen. Jetzt im Herbst gibt es noch viele Gottesanbeterinnen zu sehen. Ob die jetzt wohl sauer sind, weil die Wiese abgemäht wird? Nein, lacht Jörg Dessecker. Zehn bis 15 Prozent der Grasfläche bleiben stehen. „Damit die Insekten ein Plätzchen zum Überwintern haben.

„Jörg, es ist fast 12 Uhr“, ruft einer der Helfer. „Wir haben Hunger.“ Zeit für die Mittagspause. Nach dem Vesper heißt es dann wieder Anpacken.

Herzlichen Dank an alle Ehrenamtlichen für die Mitarbeit!


Landschaftspflege im Randecker Maar am Samstag, 19. Oktober

Ob Groß oder Klein – alle helfenden Hände, die sich für den Schutz der Natur einsetzen möchten, sind herzlich willkommen zum gemeinsamen Landschaftspflegetag mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Moor. In diesem Jahr arbeiten wir Natuschutzgebiet Randecker Maar am Samstag, 19. Oktober.

Treffpunkt ist um 9 Uhr an der Ziegelhütte.
Geparkt werden kann auf dem Parkplatz Mönchberg in Bissingen an der Teck. Treffpunkt und Begrüßung ist an der Ziegelhütte (ca. 7 Minuten Fußweg). Nach dem Einsatz lädt uns das Regierungspräsidium Stuttgart gegen 13 Uhr zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.

Anmeldung bitte bei unserer Naturschutzreferentin Meike Rau,
Telefon: 0711 22585-14,
naturschutz@schwaebischer-albverein.de

Schwäbischer Albverein und Schwarzwaldverein gemeinsam unterwegs

Herzliche Einladung zur traditionellen Baden-Württembergischen Freundschaftswanderungen. Die drei Ortsgruppen der beiden Wandervereine in Villingen-Schwenningen laden am 12. und 13. Oktober zu zwei erlebnisreichen Wandertagen ein. Zum Kennenlernen gibt es am Samstagabend ab 18:30 Uhr ein buntes Abendprogramm mit Musik und gutem Essen im Muslenzentrum . Die Wandertage können auch einzeln besucht werden.

Samstag, 12. Oktober
Wir starten um 9 Uhr am Bahnhof Schwenningen. Es geht zum Neckarursprung und weiter auf Teilstücken des Wanderwegs Schwenninger Ach und des Neckarwegs. Die Albvereins-Ortsgruppe Deisslingen lädt die Wandergruppe dann zu einer gemütlichen Rast ein. Von Deisslinger Bahnhof fahren wir mit dem Zug zurück nach Schwenningen.

Die Streckenwanderung ist 20 Kilometer lang, bei rund 200 Höhenmetern. Dauer der Tour ca. 6 Stunden.

Sonntag, 13. Oktober
Es geht ab 9:30 Uhr geht es vom Bahnhof Villingen zum Waldpfad Groppertal. Auf naturnahen Pfaden wandern wir durch das Groppertal mit seinen typischen Schwarzwaldhöfen. Nach einer Rast mit Kaffee und Zopf geht es weiter bis zur Tennenhöhe, von wo aus uns der Rufbus zurück zum Ausgangspunkt bringt. Danach schauen wir uns noch die historische Villinger Altstadt an und kehren dort ein.

Die zweite Tour ist 15 Kilometer lang, bei ebenfalls rund 200 Höhenmetern. Dauer der Wanderung ca. 5 Stunden.

Alle Infos gibt es zusätzlich im Flyer zur Baden-Württembergischen Freundschaftswanderung.

Bitte meldet Euch rechtzeitig bis 27. September an bei unserem Wanderreferat unter .


Für alle die an beiden Tagen mitwandern und eine Unterkunft brauchen: Die Tourist-Info in Villingen-Schwenningen hilft gerne bei der Suche nach einem Zimmer für die Nacht. Kontakt: tourist-info@villingen-schwenningen.de


Wir freuen uns auf viele Teilnehmende!

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Wimpelwandergruppe in Heilbad Heiligenstadt eingetroffen

Am Mittwochabend, 18. September, ist unsere Wimpelwandergruppe in Heilbad Heiligenstadt angekommen. 157 Kilometer legten die Wandernden in einer Woche auf der letzten von vier Etappen vom Remstal ins Eichsfeld zurück. Los ging es von von Meinigen im Süden Thüringens, über Eisenach und das Grüne Band. Hier einige Eindrücke:


Los ging es im thüringischen Meiningen, leider bei Regen. Die Schutzfolie für den Wimpel war als gefragt.


Über Stock und Stein wanderte unsere Wandergruppe es durch Thüringen, mitunter wird es auch recht steil. Und wer Wimpel wiegt doch auch einiges.

Überhaupt war die Tour knackig. Bis auf die letzte Tagesetappe war unsere Wandergruppe jeden Tag über 20 Kilometer unterwegs.


Verstärkung kam zwischendurch von Mitgliedern des Werratalvereins, die unsere Wandergruppe auf einer Tagesetappe begleiteten. Danke, liebe Wanderfreunde, dass Ihr dabei ward!


Ein herzliches Willkommen! Mitglieder der Abteilung Wandern des 1. SC 1911 Heiligenstadt e.V., der den Deutschen Wandertag mit ausrichtet, empfingen unsere Wimpelwandergruppe bei herrlichem Sonnenschein am Mittelpunkt Deutschlands, kurz vor Heilbad Heiligenstadt mit einem zünftigen Vesper und wanderten dann mit zum Ziel.


Dort warteten schon Werner Bader, Geschäftsführer des Remstal Tourismus (2.v.l.), und der 1. Bürgermeister der Stadt Fellbach, Johannes Berner (r.), auf die Wimpelwandergruppe. Mit auf dem Bild ist die Vizepräsidentin des Schwäbischen Albvereins, Regine Erb (l.), und Wanderführer Bernd Haller. (2.v.r.). Bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag, 19. Dezember, zieht die Wandergruppe mit dem Wimpel ein. Am Sonntag wird er dann von Albvereinspräsident und Präsident des Deutschen Wanderverbands, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, an den Bürgermeister von Heilbad Heiligenstadt zur Aufbewahrung bis zum nächsten Wandertag übergeben.

Vielen Dank an alle Wandernden die den Wandertagswimpel auf seinen vier Etappen von Fellbach nach Heilbad Heiligenstadt getragen und begleitet haben. Ungefähr 500 Kilometer waren in Etappen zu überwinden. Eine tolle Leistung!

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Reinhold Hittinger erhält Heimatmedaille

Für sein langjähriges Engagement für Mundartkunst im Ländle ist Reinhold Hittinger mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Mit dem Schwäbischen Albverein ist Hittinger eng verbunden – seit 2016 auch als dessen Mundartbeauftragter. Herzlichen Glückwunsch für die Auszeichnung!

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Hittinger zeige seit Jahrzehnten durch seine Auftritte auf den regionalen Mundartbühnen, dass Dialekt Spaß macht und lasse in seinen künstlerischen Darstellungen den schwäbischen Dialekt in all seinen Facetten lebendig werden, begründet die Jury ihre Auswahl.

Seit Mitte der 1990er Jahre tritt der Balinger als Mundartkünstler auf – immer mit dabei seine Gitarre. Mit seinen Liedern im Dialekt fördert er die regionale Identität und gibt den Menschen ein Heimatgefühl. Anfang 2000 gründete er mit Helmut Pfitzer das „Duo Aurezwicker“, mit dem er fast 20 Jahre auf schwäbischen Kleinkunstbühnen unterwegs war. Außerdem beteiligt er sich am Projekt „Mundart in der Schule“ zur Förderung der Mundart in Bildungseinrichtungen.

Seit 2016 betreut Hittinger die Mundartbühnen des Schwäbischen Albvereins und kümmert sich als Mundartbeauftragter des Vereins um das Mundartfestival und ist für das Mundartdichter- und Bardentreffen zuständig.

Vielen Dank, lieber Reinholf Hittinger, für Ihr Engagement!

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100 Jahre Gastlichkeit – Herzliche Einladung zum Wasserberghaus

Wie stolz müssen die Baumeister und die ehrenamtlich Helfenden im Herbst 1924 gewesen sein, als das Bäumchen mit den bunten Bändern am Dachstuhl des Wasserberghauses angeschlagen wurde. Das wollen wir am Sonntag, 15. September, feiern mit einem Fest zum 100-jährigen Jubiläum des Richtfests des Wanderheims.

Der Bau des Albvereins-Wanderheims war keine einfache Sache. Denn das Geld war knapp damals – nicht nur beim Schwäbischen Albverein. Deshalb rief man eine Lotterie ins Leben. 50.000 Lose zu einer Reichsmark verkaufte man an die Mitglieder und Ortsgruppen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. 31.300 Mark kamen zusammen. Der Gesamtverein gab nochmal fast 17.000 Mark dazu.

Dazu kam die abgelegene Lage auf dem Wasserberg. Von Hand oder mit Pferdefuhrwerken musste das Baumaterial den Berg hinaufgeschafft werden. Um einen Wasseranschluss zu legen, zapfte man eine 200 Meter entfernte Quelle an. 13 Handwerksbetriebe aus der Umgebung bauten an dem Wanderheim. Am 10. August 1924 fand die Grundsteinlegung statt. Im Mai 1925 dann die Einweihung. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch Ehrenamtliche aus den umliegenden Ortsgruppen, die wann immer möglich, auf der Baustelle halfen, wäre das nicht möglich gewesen.

In den 1960er Jahren erweiterte man das Gästehaus, 1972 kam dann endlich der Stromanschluss, so dass man den Dieselgenerator abschalten konnte.

Seit 1925 haben viele Hunderte Besucherinnen und Besucher das Wasserberghaus besucht, dort übernachtet, gerastet und gevespert. Es ist ein wunderbares Fleckchen Erde mit Aussicht über das Filstal bis hinüber zu den Kaiserbergen, mit herrlicher Natur und einladender Gastfreundschaft. Das wollen wir feiern!

Herzliche Einladung zum diesjährigen Filsgautreffen am Sonntag, 15. September, das anlässlich des 100-jährigen Richtfestjubiläums am Wasserberghaus stattfindet.

Programm

11 Uhr Musikverein Süßen
13 Uhr Begrüßung, Grußworte
anschließend unterhalten Sie die Kindertanzgruppe und Volkstanzgruppe der OG Süßen, die Singgruppe OG Wäschenbeuren und die Alphornbläser „Reichenbacher Alphörner”.

Die Ortsgruppen des Filsgaus wandern im Rahmen einer Sternwanderung zum Wasserberghaus. Für körperlich eingeschränkte Personen gibt es einen kostenlosen Busshuttle vom Hexensattel  zwischen 10 und 11:30 Uhr, Rückfahrt 15 bis 17 Uhr.

Für das leibliche Wohl sorgt das bewährte Team des Wasserberghauses.

Hier finden Sie weitere Infos zum Wasserberghaus, zur Anfahrt und zu Wandertipps für eine eigenständige Wanderung zum Wanderheim.

20 Jahre „Wanderbares Deutschland“

Wie lässt sich die Qualität von Wanderangeboten stärken? 2002 entwickelte der Deutsche Wanderverband (DWV) in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband einen Leitfaden zu diesem Thema. Es war die Geburtsstunde der Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“, die heute neben Wanderwegen auch gastgebende Betriebe und ganze Regionen umfasst. Auch im Vereinsgebiet des Schwäbischen Albvereins gibt es zahlreiche Wanderwege mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland.

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359 „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ sind es deutschlandweit mittlerweile auf einer Gesamtlänge von fast 15.000 Kilometern. Auch einige Albvereins-Wege sind als Qualitätswege zertifiziert. Dazu gehören unter anderem zwei Fernwanderwege, nämlich der Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW1, Albsteig) und der Albschäferweg, sowie der Gustav-Strömfeld-Weg, eine 21 Kilometer lange Streckenwanderung am Albtrauf von Metzingen nach Neuffen. Wer hier wandert, genießt abwechslungsreiche Landschaften, verlässliche Markierungen und naturbelassenen Untergrund.

Kriterien für Zertifizierung

Zertifizierte Wege müssen bestimmte Kriterien erfüllen, die alle drei Jahre von Mitarbeitenden des Deutschen Wanderverbands überprüft werden. Wie attraktiv ist die Landschaft? Eine abwechslungsreiche Natur gehört nämlich dazu. Wie ist die Wegeführung? Es sollten in großen Teilen naturnahe Wege begangen werden. Ist das Wanderleitsystem schlüssig? Die Markierung muss verlässlich sein, keiner darf unterwegs verloren gehen. Gibt es kulturelle Höhepunkte? Burgen, Schlösser, geschichtliche Orte sind ein Plus. Und zuletzt: Kann man unterwegs einkehren oder übernachten? Gibt es einen ÖPNV-Anschluss und Wanderparkplätze? Auch das macht Wanderungen attraktiv. Regionale Besonderheiten werden dabei immer berücksichtigt.

Bei den höchstens zehn Kilometer langen, besonders familienfreundlichen Wegen gelten besondere Kriterien. Sie dürfen höchstens 300 Meter am Stück gerade verlaufen und müssen Kindern alle zwei Kilometer naturnahe Spielmöglichkeiten ermöglichen. Neben diesen familienfreundlichen Wegen zertifiziert der DWV die „stadtwanderung“, das „kulturerlebnis“, das „naturvergnügen“ sowie „komfortwandern“. Dazu kommen das „winterglück“, die „traumtouren“ und die „entdeckertouren“.

Zertifizierte Betriebe und Regionen

Auch gastgebende Betriebe können sich zum „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifizieren lassen. Knapp 1.300 Betriebe gibt es bundesweit, die sich so nennen dürfen. Sie haben sich auf aktive Gäste eingestellt. Hier gibt es nicht nur kompetente Beratung, sondern auch einen Hol- und Bringservice sowie die Möglichkeit, durchnässte Klamotten unkompliziert zu trocknen.

Derzeit gibt es acht „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“. Hierfür wurden ganze Wandergebiete unter die Lupe genommen. Sie bieten ein Rundum-Sorglos Paket für Wandernde mit viel Service, ÖPNV, Unterkünften und Wegen. Bislang gibt es sieben Regionen in Deutschland, die den anspruchsvollen Anforderungen entsprechen. In Baden-Württemberg ist eine Region vertreten – nämlich die Qualitätsregion Nördlicher Schwarzwald.

Qualitätsinitiative ohne Wandervereine nicht möglich

Ein Qualitätssiegel ist für Gäste vor allem eine Orientierungshilfe. Sie können sicher sein, dass sie auf zertifizierten Wegen, Betrieben und Regionen eine angenehme Zeit verbringen und landschaftliche Höhepunkte erleben werden. Den Tourismusregionen hilft das Qualitätszeichen dabei, ihre wandertouristischen Angebote besser zu vermarkten und sich als Qualitätsmarke zu profilieren.

Ohne das Ehrenamt der Wandervereine wären solche Qualitätsinitiativen allerdings nicht möglich. Denn die Wegewartinnen und Wegepaten der Ortsgruppen bessern alljährlich die Markierung nach, schneiden Wege frei oder verlegen diese. „Ihre Arbeit macht viele Zertifizierungen überhaupt erst möglich“, betont Ute Dicks, Geschäftsführerin des DWV. Ein Beispiel: Als vor einigen Jahren die Zertifizierung des HW1 erneuert werden musste, verbrachte der Albvereins-Hauptfachwart für Wege, Gerhard Stolz, fast ein Jahr damit, große Teile des 360 Kilometer langen Wegs in Etappen abzulaufen, die Wegführung teilweise zu überarbeiten und Markierungen zu erneuern – unterstützt von vielen Wegewarten und Wegewartinnen aus den Ortsgruppen sowie seiner Frau Doris Sauter.

Fachliche Kompetenz und Nachhaltigkeit

Mit der Zertifizierung bauen Tourismusverbände, Kommunen und Wanderverbände Kompetenz auf, die die Qualität der Wegeinfrastruktur nachhaltig verbessert. Der DWV unterstützt dabei mit Schulungen vor Ort. Dazu kommt die Nachhaltigkeit, die „Wanderbares Deutschland“ fördert. Die jeweilige Region stellt sicher, dass das Wanderwegenetz und die touristische Vermarktung der Qualitätsregion dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen. Naturschutzbelange stehen ganz oben. Dies gilt besonders für die Lenkung von Besucherinnen und Besuchern mithilfe der Wege oder Wegenetze. Eine durchdachte Planung schützt wertvolle Biotope und reduziert den Nutzungsdruck. Dafür entscheidend ist, dass Wegepflege und Markierungen über die gesamte Zertifizierungsperiode gesichert sind.

Der älteste „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ist übrigens der Eggeweg in Nordrhein-Westfalen. Er ist im Jahr 2004 als erster „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert worden und trägt diesen Titel seitdem ununterbrochen.

Herausforderungen für die Zukunft

Mit der Klimakrise verändern sich die Landschaften in Deutschland. Trockenheit in den Wäldern und Extremwetterereignisse machen vielen Wegen zunehmend zu schaffen. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die damit verbundenen neuen Energietrassen und Verkehrswege haben großen Einfluss auf die Wanderqualität vieler Regionen. Um dieses Thema zu bearbeiten hat der DWV ein vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt begonnen zum Thema „Klimaangepasste Qualitätstransformation. Lösungsansätze für vom Klimawandel beeinflusste Wanderinfrastruktur und ein digitales Qualitätsmonitoring“. Im Kern geht es darum, die Veränderungen der Landschaft durch Klimaschäden oder veränderte Wegeoberflächen schneller zu erfassen, zu bewerten und darauf zu reagieren. Früherkennung also – und dafür werden gerade digitale und georeferenzierte Systeme entwickelt.

Weitere Infos sowie alle zertifizierten Wege sind zu finden unter
www.wanderbares-deutschland.de

Jens Kuhr/Ute Dilg

Schutz von Kindern und Jugendlichen steht an erster Stelle

Ferien auf der Fuchsfarm – für viele Kinder und Jugendliche bei der Schwäbischen Albvereinsjugend gehört das zu den Höhepunkten im Jahr. Schlafen im Strohlager, Spaß und Spiel im Freien, Basteln, Wandern und Abenteuer in der Natur, mit Freunden die Ferien verbringen. So soll es sein! Das Wohlergehen aller Kinder und Jugendlichen steht bei unseren Angeboten an erster Stelle. Und dafür tut die Schwäbische Albvereinsjugend einiges, etwa mit einer fundierten Ausbildung aller Betreuungspersonen und einem umfangreichen Schutzkonzept.

„Sind Kinder- und Jugendfreizeiten ein ‚Täterparadies‘?“ fragte die Tagesschau in einer Online-Meldung vor einigen Tagen. Im Fokus der Recherche standen kommerzielle Jugendreiseanbieter, die nicht alle ausreichend wert auf Schulungen für ihre Betreuungspersonen legen. Es ging um mangelnde Fachlichkeit und sogar um sexuellen Missbrauch von teilnehmenden Kindern und Jugendlichen.

Albvereinsjugend ist anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe

Um allen Missverständnissen gleich vorzubeugen – die Schwäbische Albvereinsjugend ist KEIN kommerzieller Jugendreiseanbieter. Als freier Träger der Jugendarbeit und gemeinnütziger Verein steht das Wohlergehen aller Kinder und Jugendlichen, die an Zeltlagern, Freizeiten und Jugendgruppen teilnehmen, an erster Stelle.

Was tut die Schwäbische Albvereinsjugend, um das zu garantieren?

Als anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe sind wir an die gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KHJG) gebunden. So ist es beispielsweise obligatorisch, dass alle Ehrenamtlichen und Aktiven bei unseren Kinder- und Jugendveranstaltungen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Darüber hinaus besteht mit dem Jugendamt Stuttgart eine Kooperationsvereinbarung, wie im Falle einer Kindeswohlgefährdung oder übergriffigem Verhalten vorzugehen ist.

FAIR.STARK.MITEINANDER – das Schutzkonzept der Schwäbischen Albvereinsjugend

Bereits seit mehr als 15 Jahren gibt es bei der Albvereinsjugend ein Schutzkonzept für die Kinder- und Jugendarbeit, das unter der Leitung der Deutschen Wanderjugend als Dachverband entwickelt wurde. Grundgedanke ist es, dass die persönlichen Grenzen eines jeden geachtet werden müssen. Diese Achtung erwarten wir von unseren Mitarbeitenden, aber auch von unseren Teilnehmern. Nur so kann ein unbeschwertes Miteinander funktionieren.

Alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sollen vor physischem und emotionalem Schmerz bewahrt werden. Unser Schutzkonzept unfasst deshalb verschiedene Bausteine:

Alle unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden sind angehalten, nach dem Verhaltenskodex zu handeln und verpflichten sich, alles zu tun, damit in der Schwäbischen Albvereinsjugend keine Grenzverletzungen, keine Übergriffe und erst recht keine strafrechtlich relevanten Formen von sexueller Gewalt stattfinden werden.

JULEICA-Ausbildung

Unsere Betreuerinnen und Betreuer haben die JULEICA-Ausbildung (Jugendleiter*in-Card) absolviert. Ausnahmen bilden Personen, welche im Kontext einer pädagogischen Ausbildung oder Studium stehen. Die JULEICA-Ausbildung ist eine fünftägige Schulung bei der die Teilnehmenden gundlegende Kompetenzen für die Kinder- und Juegndarbeit erlangen. Es geht um rechtliche Fragen, Kommunikation, Konfliktmanagement, Natur-, Erlebnis- und Spielpädagogik und die Planung von Angeboten. Außerdem erfahren angehenden Jugendleiterinnen und -leiter vom Schutzkonzept der Schwäbischen Albvereinsjugend und werden geschult, danach zu handeln.

Erste-Hilfe-Kurs
Die Albvereinsjugend bieten regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse für Betreuungspersonen an. Denn trotz aller Achtsamkeit und Sorgfalt kann es immer mal zu Unfällen kommen. In solchen Momenten müssen die Teamenden bzw. Jugendleitungen rasch das richtige tun. Wie das geht, lernen sie in unseren Kursen.

Bei Fragen steht Ihnen die die Geschäftsstelle der Schwäbischen Albvereinsjugend gerne zur Verfügung.

Neuer Wanderführer zum Heuberg-Allgäu-Weg (HW9) erschienen

Rauer Charme auf der Schwäbischen Alb, saftige Weiden, Wälder und Moore in Oberschwaben und im Allgäu und schließlich mediterranes Flair am Bodensee – der Hauptwanderweg 9 verbindet wunderschöne Landschaften im Südosten Baden-Württembergs. Jetzt ist ein neuer Wanderführer zum HW9 erschienen.

181 Kilometer Länge und 3.600 Höhenmeter im Aufstieg machen den HW9 zu einer Herausforderung für alle, die gerne fernwandern. In zwölf Etappen lernt man die landschaftliche Vielfalt im Südosten Baden-Württembergs kennen. Start ist am Großen Heuberg, der zur Schwäbischen Alb gehört. Durch interessante Mischlandschaften zieht sich die Fernroute bis an den Bodensee.

Die Region ist für ihr mildes Klima, den Obst- und Weinanbau bekannt. Interessante Landschaften und ruhige Natur grenzen an seine Flanken. Im Naturschutzgebiet Eriskircher Ried schwenkt der Weg Richtung Osten nach Oberschwaben. Hübsche historische Städte betten sich zwischen saftig grünen Weideflächen, Wäldern und Mooren. Sie prägen Oberschwaben und das Allgäu. Ziel der Route ist der höchste Punkt des ehemaligen Königreichs Württemberg – der Schwarze Grat.

Der Heuberg-Allgäu-Weg (HW9) besticht durch seine Gegensätze. Sonnige Strände am Ufer des Schwäbischen Meeres wechseln sich mit rauen Gebirgen und sanften Wiesenlandschaften ab. Genuss und Natur sind die Stichworte, die ihn am besten umschreiben.

Der neue Wanderführer zum Heuberg-Allgäu-Weg, den der GWP Verlag in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein herausgibt, enthält neben allen Informationen zum Weg Angaben zu touristischen Höhepunkten und persönliche Tipps des Autors. Dazu kommen ein Gaststättenverzeichnis und Empfehlungen zu Unterkünften mit Kontaktadressen, GPS-Tracks zum einfachen Download via QR-Code oder Link, viele Fotos und Kartenausschnitte, usw. Hier gibt es eine Leseprobe.

Zu bestellen ist der Wanderführer in unserem Online-Shop oder Sie kommen einfach selber im Lädle in der Hospitalstraße in Stuttgart vorbei.


Wanderfühererreihe zu den Hauptwanderwegen
Der Wanderführer zum HW9 ist Teil einer Wanderführerreihe des Verlags, mit der alle zehn Hauptwanderwege des Albvereines abgedeckt werden– optimiert für die An- und Abreise mit dem ÖPNV sowie für die Nutzung mit dem Smartphone oder GPS-Gerät. Hier finden Sie alle bisher erschienen Bände sowie weitere Infos zu unseren Hauptwander- und Themenwegen.