Bericht des Albvereins-Präsidenten zur Jahreshauptversammlung 2016

Thema Landesfest 2016 Artikel 1 von 2

Sehr geehrte Ehrengäste, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

heute trage ich meinen 15. Bericht als Präsident in einer Hauptversammlung vor. Jedes Mal fiel es mir schwer, eine Auswahl aus den zahlreichen Aufgabengebieten, mit denen sich der Schwäbische Albverein beschäftigt, zu treffen. Bevor ich mich einigen Bereichen nähere, möchte ich eine zusammenfassende Aussage machen. Alle satzungsgemäßen Zwecke des Vereins wurden erfolgreich weiter entwickelt. Den fleißigen aktiven Mitgliedern spreche ich Dank und großes Lob aus. Wir können als Schwäbischer Albverein stolz sein, dass wir so viele gut motivierte Engagierte haben.
In den zurückliegenden Jahren habe ich immer wieder betont, dass der Schwäbische Albverein auch eine pädagogische Aufgabe hat. Es ist wichtig, dass wir die heranwachsende Generation in die Natur führen und den jungen Leuten zeigen, was für Schätze unsere Umwelt in sich birgt. Wir wollen ihnen die biologische Vielfalt aufzeigen und sie dazu bringen, dass sie eines Tages Verantwortung dafür übernehmen.
Schulwandertage bieten hier eine bedeutende Rolle. Seit einigen Jahren setzt sich der Schwäbische Albverein dafür ein, dass Schulwanderungen wieder im Lehrplan der Schulen aufgeführt werden und dass sie auch stattfinden. Die Heimat- und Wanderakademie Baden Württemberg, die sich in der Trägerschaft des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins befindet, bietet Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. Ein mehrstufiges Ausbildungskonzept bereitet die Lehrkräfte auf die Vorbereitung und Durchführung von Wandertagen vor. Seit 2014 besteht mit dem Kultusministerium eine Kooperation. Im Lehrerinstitut in Ludwigsburg bieten wir von uns finanzierte Impulstage an. Weil die Teilnehmerzahlen ständig steigen, wird der Impulstag – Lernen im Freien (Modul 1) ab dem Schuljahr 2017/2018 als offizielle Maßnahme in der Lehrerfortbildung angeboten.
Das bedeutet für uns z. B., dass die Termine auf dem Server des Kultusministeriums unter Lehrerfortbildung online eingepflegt werden, dass die Anmeldung der Teilnehmer direkt über diesen Server an das Kultusministerium erfolgt, dass Reisekosten der Teilnehmer vom Kultusministerium übernommen werden.
Eine interessante Motivation für die Schulwandertage sind die Schulwanderwettbewerbe. So haben wir anlässlich des Landesfestes alle Schulen in und um Winnenden eingeladen, an einen Schulwanderwettbewerb unter dem Motto „Komm mit – wir wecken den Frühling“ teilzunehmen. Ziel der Aktion sollte es sein, möglichst viele Kinder zum Wandern zu motivieren, ihnen ihre Heimat ans Herz zu legen und sie den Frühling mit allen Sinnen erleben zu lassen. Es gelang uns, dass Frau Gerlinde Kretschmann die Schirmherrschaft für diesen Wettbewerb übernommen hat.
Acht Klassen aus vier verschiedenen Grundschulen haben sich beteiligt. Eine Jury unter Beteiligung von Frau Kretschmann hat sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, die Arbeiten zu bewerten. Berücksichtigt wurde neben der Originalität der Dokumentation auch die Umsetzung des Mottos. Ein weiteres wichtiges Kriterium war, ob die Dokumentationen von den Kindern selbst erstellt wurden. Aus allen Dokumentationen ging hervor, dass die Kinder großen Spaß hatten. Es wurden Blumen gepflückt, Kränzchen gebunden, Staudämme gebaut, Bilder aus Naturmaterialien gebastelt, Pflanzen bestimmt und vieles mehr.
Die Jury teilte die Klassen in drei Kategorien ein:
– Sieger der ersten Kategorie: 1. und 2. Klasse der Grundschule Höfen
– Sieger der zweiten Kategorie: Klasse 1 – 4 der Grundschule Breuningsweiler.
Die Klassen 2a und 2b der Stöckachschule – Grundschule erhalten einen Sonderpreis, da sie ein tolles Video hergestellt haben und somit ihre Dokumentation mit den anderen nicht vergleichbar war.
Gestern fand auf dem Marktplatz die Siegerehrung statt. Die Preise überreichte Frau Gerlinde Kretschmann. Jedes Kind bekam eine Urkunde und eine Mütze vom Schwäbischen Albverein. Weitere Geschenke wurden von der AOK, von Frigeo, vom Verlag Iris Förster, von Tripsdrill und vom Traumland Bärenhöhle gestiftet. Hierfür herzlichen Dank.
Nochmals herzlichen Dank an die sehr engagierten Lehrerinnen, an die Jury und insbesondere an Frau Gerlinde Kretschmann für die Übernahme der Schirmherrschaft.

Im letzten Jahr haben wir eine Beitragserhöhung durchgeführt mit der Begründung, den Mehrerlös für die Sicherung der Zukunft unseres Vereines einzusetzen. In den Haushaltsentwürfen wird seit letztem Jahr ein Posten mit dem Titel „Zukunftssicherung“ eingestellt. Heute will ich Ihnen berichten, wie wir diese Mittel bisher eingesetzt haben. Letztes Jahr wurden drei Pädagogische Mitarbeiterinnen und seit kurzem zwei weitere Damen in Teilzeit mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. Inzwischen werden 14 Ortsgruppen betreut beim Aufbau von Familiengruppen. Bis zum Herbst werden weitere Gruppen hinzukommen. Die Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen, den Gauen, dem Familienausschuss, dem Familienbeirat und unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen läuft erfreulicherweise sehr gut.
Am 21. April 2016 erschien in der Esslinger Zeitung ein halbseitiger Bericht mit der Überschrift „Buntes Essen aus wilden Kräutern“ und dem Untertitel „Schwäbischer Albverein bittet Familien mit Kindern zur Wiesenwanderung mit besonderem Geschmackserlebnis“. So ist zu lesen und ich zitiere: „Die Streuobstwiesenpädagogin Melinda Eberle-Schwarzer ist beim Schwäbischen Albverein als pädagogische Mitarbeiterin angestellt. Sie hat für 2016 ein Programm mit zehn Veranstaltungen für Familien erarbeitet. Langfristiges Ziel sei es, in den Ortsgruppen wieder eigene, regelmäßige Familienangebote zu etablieren.“
Ein solcher Zeitungsartikel ist eine sehr gute Werbung für den Schwäbischen Albverein.
Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Gründung von Familiengruppen neue Mitglieder gewinnen werden. Insbesondere werden wir den Anteil der 30- bis 40-Jährigen erhöhen. Eine Altersgruppe, die in den nächsten Jahren die Verantwortung für die Ortsgruppen übernehmen soll.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, sicherlich ist Ihnen schon bei Ihren Wanderungen aufgefallen, dass an verschiedenen Wanderheimen und Türmen des Schwäbischen Albvereins neue Beschilderungen angebracht wurden. Die bisherigen Hinweistafeln sind in die Jahre gekommen. Teilweise sind sie nicht mehr lesbar oder marode geworden. An vielen Wanderheimen und Türmen ist nicht zu erkennen, dass sie dem Schwäbischen Albverein gehören. Deshalb hat sich Vizepräsident Reinhard Wolf die Mühe gemacht, unsere Immobilien unter die Lupe zu nehmen und eine zeitgemäße Beschilderung umzusetzen. Von den Wanderparkplätzen bis zu den Objekten wurden Informationen über Öffnungszeiten, Historie und vieles mehr angebracht. Die Besucher erhalten Kenntnis, dass der Schwäbische Albverein Eigentümer dieser beliebten Ausflugsziele ist. Inzwischen sind 11 Liegenschaften neu ausgestattet. Diese aufwändige Arbeit hat Vizepräsident Wolf mit sehr großem Engagement durchgeführt. Hierfür gebührt ihm Dank und einen Applaus von Ihnen.

Auch heute werde ich Sie wieder auffordern: Bitte motivieren Sie geeignete Mitglieder, sich zu Wanderführern ausbilden zu lassen. Unsere Heimat- und Wanderakademie Baden Württemberg ist hierfür die beste Adresse. Wandern ist die Kernkompetenz des Schwäbischen Albvereins. Es muss auch unsere Kernkompetenz bleiben. Allerdings geschieht dies nicht von selbst. Gut ausgebildete Wanderführerinnen und Wanderführer sind der Garant für ein attraktives Wanderangebot und erfolgreiche Wanderungen.
Die Ausbildungsziele und Ausbildungsinhalte entwickeln sich ständig weiter. Neu hinzugekommen sind die Themen Kulturlandschaft erleben, Wandern und Nachhaltigkeit. Die Wanderführer werden als Vermittler für nachhaltige regionale Angebote gegenüber den Wandergästen weitergebildet. Sie sollen Nachhaltigkeit als Erlebniskonzept in ihren Wanderungen einsetzen – beispielsweise durch alternative umweltgerechte Fortbewegung, durch nachhaltigen regionalen Erlebniseinkauf, durch kulinarische, regionale Entdeckungsreisen oder die Einbeziehung von Menschen mit Handicap oder für demente Menschen ins Wanderangebot.
Wandern kann dazu beitragen, dass Natur und Umwelt geschützt und langfristig erhalten bleiben. Natur- und Umweltbildung sind für attraktive Wanderungen unabdingbare Voraussetzungen: Naturschutzzentren, Lehrpfade und ein gezieltes Angebot an Führungen sind entscheidende Bausteine hierfür.

Wir alle müssen uns heute einer gesellschaftlichen und humanitären Herausforderung stellen. Seit über einem Jahr erleben wir eine der größten Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte. Fanatische Extremisten brandschatzen wertvolle Kulturstätten, Weltkulturerben, Wohnhäuser und Städte. Sie vergewaltigen Frauen und Kinder. Sie ermorden unzählige Menschen. Viele Millionen haben ihre Heimat verlassen. Einige Millionen warten in den Nachbarländern auf eine ungewisse Zukunft. Über eine Million verzweifelter Menschen sind in Deutschland angekommen. Über die Solidarität und über die humanitäre Hilfeleistung unserer europäischen Nachbarn will ich jetzt nicht sprechen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden über 10 Millionen Menschen aus ihrer Heimat – Schlesien, Ostpreußen, Tschechien und vielen anderen Ländern – vertrieben. Im Schwäbischen Albverein haben viele eine neue, eine menschliche Heimat gefunden.
Die Offenheit des Schwäbischen Albvereins gegenüber Fremden und anderen Völkern zeigte sich durch die Gründung der Europäischen Wandervereinigung im Jahre 1969 durch unseren früheren Vorsitzenden Georg Fahrbach. Zusammentreffen vieler europäischer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde vertieften die Freundschaften untereinander. Volkstänzer haben Freundschaften geschlossen und die Kulturen, Sitten und Bräuche kennen und schätzen gelernt. Ein Bild von dem miteinander Tanzen und Musizieren können Sie sich an verschiedenen Plätzen hier während des Landesfestes machen.
Heute bringen der Schwäbische Albverein und seine Ortsgruppen den Flüchtlingen Offenheit, Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft entgegen. In den Blättern des Schwäbischen Albvereins können Sie sich über einige Beispiele positiver Integration informieren.
Ich bitte Sie, unseren Flüchtlingen gegenüber tolerant zu sein und sie in Ihr Ortsgruppenleben einzubeziehen.

Von zwei einschneidenden personellen Veränderungen in unserer Hauptgeschäftsstelle möchte ich Ihnen noch berichten. Im letzten Herbst ist Herr Leonhard Groß in seinen wohlverdienten Altersruhestand gegangen. Er hat über 30 Jahre sehr verantwortungsvoll die Mitgliederverwaltung betreut. Er war in unserer Finanzabteilung für den Zahlungsverkehr ein absolut verlässlicher Mitarbeiter. Er hatte mit jeder Ortsgruppe Kontakt, z. B. wegen Anmeldungen neuer Mitglieder, Jahresabrechnungen und Listen der Jubilare. Er war für den Schwäbischen Albverein ein sehr wichtiger Mitarbeiter, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
Die zweite einschneidende Personalveränderung wird demnächst stattfinden. Herr Werner Breuninger wird uns demnächst verlassen. Auch er beginnt seinen wohlverdienten Ruhestand. Über 30 Jahre hat er für den Schwäbischen Albverein als Naturschutzreferent einen wertvollen Dienst geleistet. Er hatte sich verantwortungsvoll um den Naturschutz des Gesamtvereins und der Ortsgruppen, um die Natur- und Landschaftsschutzgebiete gekümmert. Er organisierte zahllose Pflegemaßnahmen, Tagungen und Lehrgänge. Er hatte unseren Landschaftspflegetrupp sehr erfolgreich beaufsichtigt und eingesetzt.
Sehr geehrter Herr Breuninger, ich möchte Ihnen an dieser Stelle sehr herzlich Dank sagen. Bitte nehmen Sie den Applaus der Teilnehmer dieser Hauptversammlung als Dank des gesamten Schwäbischen Albvereins entgegen.

Zum Abschluss meines Berichtes danke ich allen, die mich bei meiner Aufgabe unterstützt haben und die sich für unseren Verein in den Ortsgruppen, in den Gauen, im Gesamtverein, im Hauptausschuss und im Vorstand eingesetzt haben. Ich sage ausdrücklich bei allen, und meine alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam mit ihren Familienangehörigen, Partnerinnen und Partnern.
Ein weiterer besonderer Dank gilt meinen beiden Stellvertretern Reinhard Wolf und Hansjörg Schönherr. Ihr seid für den Schwäbischen Albverein und für mich sehr wichtige und unverzichtbare Mitverantwortliche und Freunde.
Für die vor uns liegende Zeit bitte ich Sie alle um Ihre Unterstützung und bitte Sie, sich weiterhin zum Wohle des Schwäbischen Albvereins und damit auch zum Wohle unserer Heimat einzusetzen. Gemeinsam können wir die Zukunft meistern.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und schließe meinen Bericht mit einem herzlichen Frisch Auf!
Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Winnenden, 8. Mai 2016

Präsident Dr. Rauchfuß ruft zu mehr Toleranz auf

Anlässlich einer zunehmend fremdenfeindlichen Atmosphäre in Deutschland und gehäufter Übergriffe auf Flüchtlinge sowie deren Unterkünfte ruft der Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, Dr. Hans Ulrich-Ulrich Rauchfuß, zu mehr Toleranz auf. Weiterlesen →

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Projekt »Lust am Wandern«

Das Projekt „Lust am Wandern“, das der Schwäbische Albverein seit 2013 in Kooperation mit DemenzSupport Stuttgart eG in verschiedenen Ortsgruppen betreibt, will Menschen mit kognitiven und demenziellen Beeinträchtigungen ermöglichen, in ihrer Freizeit zu wandern. Angeboten werden Wandertouren in gemäßigtem Tempo und mit begrenzter Streckenlänge. Informationen zu den speziellen Wandergruppen und Terminen finden Sie unter: http://wandern.test-albverein.de/lust-am-wandern/

Rauschendes Landesfest in Sigmaringen – Politische Töne bei der Hauptversammlung: Präsident plädiert für mehr Engagement beim Naturschutz

Thema Landesfest 2015 Artikel 3 von 4

Das Landesfest des Schwäbischen Albvereins ist am Abend des 10. Mai zu Ende gegangen. „Ein großartiger Event, tolle Atmosphäre und Stimmung, eine große Leistung der Organisatoren“, lobt die Hauptgeschäftsführerin Annette Schramm die Veranstaltung. Weiterlesen →

Bericht des Albvereins-Präsidenten

Thema Landesfest 2015 Artikel 2 von 4

Jahreshauptversammlung, 10. Mai 2015, Stadthalle Sigmaringen

Das Jahr nach unserem 125-jährigen Jubiläum war kein Jahr des Zurücklehnens und des Ausruhens. So haben wir im Frühjahr erstmals Gesundheitswanderwochen angeboten. Über unser Vereinsgebiet wurden 40 Gesundheitswanderungen von 16 zertifizierten Gesundheitswanderführerinnen und –führern geleitet. Gesundheitswandern ist ein tolles Bewegungsprogramm, das Wandern, Naturerlebnisse, Geselligkeit und physiotherapeutische Übungen wirkungsvoll kombiniert. Weiterlesen →

Rettet die Blumenwiesen!

Thema Landesfest 2015 Artikel 1 von 4

Resolution des Schwäbischen Albvereins anlässlich des Landesfestes (Hauptversammlung) in Sigmaringen, 9. Mai 2015

Um den Gerbera- oder Fresienstrauß aus dem Gewächshaus als Muttertagsstrauß ist uns nicht bange, um so mehr aber um den Strauß von der heimischen Blumenwiese. Gibt es was Schöneres, als der Mutter einen selbst gepflückten Strauß zu schenken? Aber: 10. Mai – die allermeisten Wiesen sind heutzutage gemäht und stehen streichholzkurz da. Oder aber sind bis an den Horizont gelb und reine Löwenzahnwiesen. Weiterlesen →

Wettbewerb: Welcher Wanderweg ist am besten gepflegt?

Zahlreiche Ehrenamtliche kümmern sich um die 24.000 Kilometer Wanderwege des Schwäbischen Albvereins. Würden diese fleißigen Wegewarte nicht jährlich das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins kontrollieren, sähen unsere Wanderwege ganz anders aus: Zugewachsene Pfade, fehlende Markierungen und Verwirrung und Verärgerung bei den Wanderern wären die Folge. Oftmals geschieht diese Pflege der Wanderwege im Verborgenen, wenig wird darüber gesprochen – gute Wanderwege sind für viele eine Selbstverständlichkeit. Und wenn man nicht auf seiner Wanderung zufällig auf einen Wegewart trifft, wird einem diese Arbeit vielleicht auch gar nicht richtig bewusst.

Doch manches Mal fallen sie auf, die Aktionen und Maßnahmen, die ein Wegewart durchgeführt hat. Und eben um solche Wegeabschnitte soll es bei diesem Wettbewerb gehen:

Fällt Ihnen im Laufe des Wanderjahres 2015 ein Abschnitt eines Wanderwegs auf, der besonders gut instand gehalten wird oder bei dem Ihnen Besonderheiten ins Auge fallen, was die Pflege und Wegemarkierung angeht: Schnell eine Kamera geschnappt und abgelichtet. Mit einem kurzen Text und diesem Foto können Sie am Wettbewerb teilnehmen. An diesem Wettbewerb kann jeder mitmachen, der auf den Wanderwegen des Schwäbischen Albvereins unterwegs ist.

Neben einer Veröffentlichung der besten Beiträge in den Albvereinsblättern ist eine Prämierung der schönsten drei Wegeabschnitte geplant, bei denen der aktive Wegewart beim Schwäbischen Albverein ermittelt und mit einem Geschenkkorb ausgezeichnet wird. Wurde der Wanderweg jedoch von Nicht-Albvereinlern gepflegt, so fällt er aus der Wertung. Aber auch die Einsender sollen nicht leer ausgehen, jeder erhält ein kleines Dankeschön.
Einsendeschluss ist der 31.10.2015.
Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen!
Der Arbeitskreis Wege

Beiträge bitte senden an:
Schwäbischer Albverein, Wegereferentin Martina Steinmetz, Hospitalstraße 21B, 70174 Stuttgart, wegereferentin@schwaebischer-albverein.de

Jahresbericht des Hauptjugendwarts

Thema Landesfest 2014 Artikel 6 von 6

Sehr geehrter Herr Minister Untersteller,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Bosch,
sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Ehrengäste,
liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

vielen Dank für die erneute Gelegenheit, Ihnen über die Jugendarbeit der vergangenen 12 Monate berichten zu können und gemeinsam mit Ihnen ein paar für uns wichtige Themen anschneiden zu können.

Beginnen möchte ich meinen Bericht mit der vergangenen und aktuellen Situation auf der Jugend- und Familiengeschäftsstelle. Denn 2013 war, insbesondere für die Mitarbeiter der Jugend- und Familiengeschäftsstelle nicht immer einfach, gilt es doch viele bunte Angebote zu bearbeiten. Hinzu kam ein freudiges Ereignis, ist doch Martina Zeltwanger, unsere Sachbearbeiterin für Freizeiten und das Rechnungswesen, schwanger geworden. Dementsprechend haben wir uns im Oktober um eine Nachfolgerin für den Mutterschutz bemüht und mit Frau Tatjana Konetzke eine in meinen Augen sehr engagierte und versierte Nachfolgerin gefunden die sich seit Dezember rasch und selbstständig in ihre Aufgaben eingearbeitet hat – ich hoffe, wir arbeiten noch weit über das Jahr der Kooperation hinaus zusammen.

2011 haben wir uns gemeinsam mit den Familien im Schwäbischen Albverein entschieden, eine gemeinsame Geschäftsstelle zu betreiben um damit Synergieeffekte nutzen zu können, von einander zu lernen, uns in unseren Unterschieden zu ergänzen und unsere gemeinsamen Ziele einfacher zu verfolgen.

Diese ganz spezielle Kooperation haben wir Ende letzten Jahres evaluiert. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass  unser Bestreben nicht immer, aber oft von Erfolg gekrönt war.

Dieses Ergebnis treibt uns für die Zukunft umso mehr an, als dass wir unsere gemeinsame Zusammenarbeit weiter verstärken wollen, indem wir Gemeinsamkeiten, die unsere Stärken sind weiter forcieren und Unterschiede entsprechend behandeln – ganz in dem Bewusstsein, dass der demographische Wandel bereits heute bei uns und auch im Schwäbischen Albverein – wie überall – stattfindet und es unsere gemeinsame Aufgabe ist, den Schwäbischen Albverein auf dem Weg in eine weiter erfolgreiche Zukunft zu unterstützen und hierfür Impulse zu setzen

Einmal mehr bewiesen haben wir unsere enge Verbindung bei unserer gemeinsamen Familienausschusssitzung und Jugendvertreterversammlung im Februar diesen Jahres. Unter dem Motto „Eine Entdeckungsreise durch die Welt der Möglichkeiten. Wie kann Gruppenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien im Schwäbischen Albverein ein Jahr lang gestaltet werden“, haben wir uns ausgetauscht, Ideen gesammelt und ausprobiert, was wir alle in der Gruppe gestalten können. Aufgebaut haben wir damit auf die Ergebnisse der letzten gemeinsamen JVV / FASS 2011, auf der wir Zielgruppen definiert haben und unser Angebot, bzw. welches Angebot wünschenswert für diese wäre, aufgezeigt haben. Herausgekommen sind viele konkrete Ideen, die zu verschiedenen Aspekten der Gruppenarbeit, wie zum Beispiel bei Ausflügen oder für regelmäßige Gruppenstunden Möglichkeiten aufzeigen. Die Ergebnisse werden wir in einer Arbeitshilfe festhalten und gemeinsam Möglichkeiten suchen, diese Ideen gemeinsam mit den Ortsgruppen und Gauen umzusetzen, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen.

Neben der Arbeit haben wir natürlich auch die Gelegenheit genutzt, uns intensiv auszutauschen und weiter kennenzulernen – ganz unter unserem diesjährigen Jahresmotto dem „Jahr der Kooperation“.

Erwähnen möchte ich auch, dass von der gemeinsamen Versammlung ein Antrag zur pauschalen Vergütung bzw. Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Hauptfachwarte sowie deren Stellvertreter einging, um ihre Arbeit auch mit einem kleinen finanziellen Trostpflaster zu würdigen. Einer – für mich sehr kurzen Diskussion – folgte ein eindeutiges Abstimmungsergebnis, welcher den Antrag positiv beschied und nun zur weiteren Diskussion an den Gesamtvorstand weitergeleitet wird.

Richtig abgeschlossen haben wir das letzte Jahr jedoch erst vor kurzem mit der Fertigstellung des Jahresabschlusses 2013. Erneut konnten wir über alle unsere Freizeiten hinweg ein positives Ergebnis erzielen und unseren Planungen von Einnahmen und Ausgaben Rechnung tragen.

Dabei kristallisiert sich in den letzten Jahren mehr und mehr für uns heraus, dass Zuschussmittel des Landes Baden-Württemberg sehr lange benötigen, bis diese abgerechnet sind. Dies hat sich auch in diesem Jahr erneut bestätigt. Dadurch entstehen buchhalterisch Sondereffekte, da diese in einem Jahr nicht abgerechnet werden und im Folgejahr doppelt im Haushalt aufgeführt werden. Schwerer wiegen für uns jedoch die planerischen Unsicherheiten, da dies unsere Kalkulation der uns zur Verfügung stehenden Mittel deutlich erschwert.

Bereits im letzten Jahr habe ich an dieser Stelle von unseren Bemühungen berichtet, unsere Ehrenamtlich Tätigen in der Breite, also nicht nur auf zentraler Ebene, sondern ebenso in den Ortsgruppen und Gauen gut auszubilden. Damit werden wir unserer Verantwortung gegenüber Teilnehmern wie auch Aktiven gegenüber gerecht – ganz entsprechend unserer Leitbilder.

Diese Verantwortung wahrzunehmen und ihr gerecht zu werden, wird zunehmend auch vom Gesetzgeber gefordert. Bereits 2012 trat das „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen – Bundeskinderschutzgesetz“ (BkiSchG) nach einem langem Prozess in Kraft und wird nun allmählich auch bei uns im Ländle umgesetzt. Die meiste Beachtung findet dabei die Forderung, einschlägig vorbestrafte Personen von einer Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, sollen Vereine Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis der bei uns Tätigen nehmen und dies mit dem zuständigen Jugendamt verbindlich vereinbaren.

Da es für diesen Vorgang keine landesweit einheitliche Regelung gibt, sondern jeder Verein mit dem zuständigen Jugendamt eine eigene Vereinbarung abschließen muss, möchte ich Sie bitten, nach einer etwaigen Kontaktaufnahme durch das zuständige Jugendamt auf uns zuzukommen, dann können wir gemeinsam mit dem Jugendamt die Vereinbarung erarbeiten und unterzeichnen. Die Vereine sind dabei nicht in der Pflicht, auf die Jugendämter zugehen!

Weiterhin schreibt das Gesetz eine Qualitätsentwicklung und –sicherung vor – damit komme ich wieder auf den Anfang meiner Ausführungen zu diesem Thema zurück, und ich kann nicht oft genug erwähnen, wie wichtig vor allem die Ausbildung und regelmäßige Fortbildung der ehrenamtlich Tätigen ist. Die Jugendleitercard ist hierbei nicht nur als Nachweis von ehrenamtlicher Tätigkeit, sondern vor allem auch als Qualitätskriterium zu betrachten.

Damit der Kinder- und Jugendschutz nicht nur auf die Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse reduziert wird, sind sich alle Beteiligten einig, dass nur die Entwicklung und Umsetzung von Präventions- und Schutzkonzepten zielführend ist. Die Entwicklung des Projektes fair.stark.miteinander. gemeinsam mit der Deutschen Wanderjugend und die inhaltliche Erarbeitung unserer Leitbilder hat eine sehr gute Basis im Verein hierfür geschaffen. Lassen Sie uns dieses Projekt im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes weiterentwickeln und in alle Ebenen unseres Vereins transportieren und verankern, denn Kinderschutz geht uns alle an! Schaffen können wir dies nur, wenn wir gemeinsam zusammenarbeiten.

Vor uns liegt nun der Sommer. Diesen werden wir auch in diesem Jahr mit unserem FuchsFarmFestival einläuten. In diesem Jahr stehen bei der dort stattfindenen Jugendvertreterversammlung Wahlen für die Beisitzer im Jugendbeirat und die beiden Stellvertreterposten an.

Die Neuwahl von sechs der sieben Mitglieder des Jugendbeirates wird mit Sicherheit einen großen Umbruch darstellen, ich bin jedoch zuversichtlich, dass es uns wieder gelingt, mit neuen Gesichtern neue Impulse zu bekommen.

Um diese Impulse zu ermöglichen und unseren Aktiven den Einstieg in den Jugendbeirat zu erleichtern, werden wir in diesem Jahr für die Posten zugleich konkrete Themen- und Fachbereiche, wie z.B. „zentrale Veranstaltungen“ oder „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ vergeben, so dass interessierte Personen nach ihrer Interessenlage über eine Mitarbeit entscheiden können, und nicht erst nach der Wahl Aufgaben verteilen.

Nach dem FuFaFe starten wir dann so richtig wie in jedem Jahr in die Freizeitsaison 2014, auf die ich mich – wie viele andere auch, wenn ich unsere Anmeldezahlen betrachte – sehr freue.

Wenn im Herbst dann schließlich alle Freizeiten und Zeltlager vorüber sind, werden wir erstmals ein gemeinsames Wochenende aller auf unseren Freizeiten und Zeltlagern engagierten Ehrenamtlichen veranstalten.

Zum Abschluss meines Berichtes, möchte ich Sie nun noch darauf hinweisen, dass wir unsere Homepage einem kleinen Facelift unterzogen haben. Ich würde mich über ein Feedback Ihrerseits hierzu sehr freuen, was Ihnen besser und weniger gefällt, was fehlt und was passt.

Nun möchte ich mich zunächst bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit während meiner Ausführungen bedanken. Ebenso wie ich mich bei allen Ehren- und hauptamtlich Aktiven für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in die Schwäbische Albvereinsjugend und auch in mich – insbesondere dem Vorstand und Präsidium bedanke. Vor allem möchte ich mich aber bei all jenen bedanken, die uns dieses schöne Landesfest bescheren.

Michael Neudörffer

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